Wortgefechte

Bayerns Literaten zwischen Krieg und Revolution

Bauernhausmuseum
1.7.2018-5.5.2019

Untere Dorfstraße 16
83101 Rohrdorf

achentaler-heimathaus.byseum.de

Mai bis Nov:
Sa 14-17 Uhr

Zahl­reiche Erst­aus­gaben, Ori­ginal-Hand­schriften und Zeit­doku­mente einer einzig­artigen Samm­lung illu­strie­ren, wie viele baye­rische Autoren lite­ra­risch Stellung zur poli­ti­schen Lage bezogen.

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    Wortgefechte :: Ausstellung
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    Die Ausstellung zeigt auf, welche Rolle bayerische Literaten im Ersten Weltkrieg und der beginnenden Weimarer Republik spielten. Zahlreiche Erstausgaben, Original-Handschriften und Zeitdokumente einer einzigartigen Sammlung illustrieren, wie viele bayerische Autoren literarisch Stellung zur politischen Lage bezogen und so auf die Meinungsbildung des Volkes maßgeblichen Einfluss ausübten.

    Weniger bekannt als ihre populären Romane und Volksstücke ist etwa, dass Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma als entschiedene Kriegsbefürworter in Hetzartikeln und verherrlichender Kriegsliteratur für die deutsche Aggressionspolitik eintraten und als Unterstützer der Deutschen Vaterlandspartei eine nicht unbedeutende Rolle für den Aufstieg der neuen Rechten spielten.

    Georg Queri dagegen wandte sich nach anfänglicher Kriegsbegeisterung der Sozialdemokratie zu, Hans Carossa wählte wie auch später im Dritten Reich die sog. Innere Emigration. Dass ihn der Krieg nichts angehe, bemerkte gleich zu Kriegsbeginn der Pazifist Oskar Maria Graf.