Wilhelm Leibl

Gut sehen ist alles!

Kunsthaus Zürich
25.10.2019-19.1.2020

Heimplatz 1
8001 Zürich

www.kunsthaus.ch

Di, Fr-So 10-18 Uhr
Mi-Do 10-20 Uhr

Wilhelm Leibl (1844-1900), einer der be­deu­tend­sten Maler des 19. Jahr­hun­derts, ist heute nur noch einem kleinen Kreis bekannt. Mit seiner künst­le­ri­schen Haltung jedoch, in der Selbst­kritik, Zer­stö­rung und Inno­vation die trei­ben­den Kräfte sind, beein­flusst er Künstler bis heute.

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Wilhelm Leibl :: Ausstellung
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Wilhelm Leibl (1844-1900), einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts, ist heute nur noch einem kleinen Kreis von Künstlern, Sammlern und Kunstinteressierten bekannt. Leibl malt vorwiegend Bildnisse und Interieurs mit ländlichen Figuren, wobei der Schwerpunkt bei ihm und einem Kreis von gleichgesinnten Künstlern – dem sogenannten Leibl-Kreis – stets auf dem „Wie” der malerischen Ausführung liegt.

Das Akademische und Narrative tritt bei diesen Zeitgenossen von Manet und Degas entschieden in den Hintergrund. Entscheidend für Leibl und seinen Kreis ist „gut sehen”, d.h. dass die Wirklichkeit ungeschönt und frei von Ismen und Ideologien wiedergegeben wird. Mit seiner künstlerischen Haltung, in der Selbstkritik, Zerstörung und Innovation die treibenden Kräfte sind, beeinflusst er Künstler bis heute, angefangen von Liebermann und Corinth über Buri, Kollwitz, Beckmann und Lassnig bis Tillmans. In seiner Rigorosität und kompromisslosen Wahrheitssuche weist Leibl auf die Bildnisserien Giacomettis voraus.

Bei den im Kunsthaus Zürich versammelten über 100 Werken stehen die rund 60 Zeichnungen den Gemälden gleichwertig gegenüber.