Wilhelm Busch

Bilder und Geschichten

Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts
29.9.2018-3.3.2019

Lichtentaler Allee 8
76530 Baden-Baden

www.museum.la8.de

Di-So 11-18 Uhr

Als Zeich­ner lusti­ger Ge­schich­ten gelang Busch eine Art Film vor dem Film. Weni­ger be­kannt ist, dass Busch sich ei­gent­lich als Maler be­trach­tete. In seinen figu­ralen Ge­mälden ver­mittelte er einen irri­tie­ren­den Rea­lis­mus.

Selbstbildnis
Wilhelm Busch, Selbstbildnis in Graublau, 1869, Öl auf Holz, Museum Wilhelm Busch
Drei alte Weiden
Wilhlem Busch, Drei alte Weiden, 1870/75, Öl auf Papier/Pappe
Bild 3
Wilhelm Busch, Der kleine Maler mit der großen Mappe (Detail), 1859
Pulverblitz
Wilhelm Busch, Pulverblitz aus: Max und Moritz, 1865
Pulver in den Pfeifenkopf
Wilhelm Busch, Pulver in den Pfeifenkopf, aus: Max und Moritz, 1865
Die beiden Enten und der Frosch
Wilhelm Busch, aus: Die beiden Enten und der Frosch, 1862
Die Maus
Wilhelm Busch, aus: Die Maus, 1860, Münchener Bilderbogen Nr. 278
Finale furioso
Wilhelm Busch, Finale furioso, aus: Der Virtuos, Münchener Bilderbogen Nr. 465, 1868
Wilhelm Busch :: Ausstellung
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„Rums, da geht die Pfeife los ...!” – In einer Max und Moritz-Episode zeichnet und beschreibt Busch einen zentralen Wendepunkt des 19. Jahrhunderts. Sein Lehrer Lämpel wird jäh aus der „Zufriedenheit” gerissen. Das Biedermeier, die Behaglichkeit, das historistische Verharren – alles fliegt „im Pulverblitz” durcheinander und sortiert sich neu.

Als Zeichner lustiger Geschichten gelang Busch eine Art Film vor dem Film. Weniger bekannt ist, dass Busch sich eigentlich als Maler betrachtete. In seinen kleinformatigen Landschaftsbildern betrieb er die Auflösung der Form, in seinen figuralen Gemälden vermittelte er einen irritierenden Realismus. Aufmerksamkeit erlangten seine Gemälde erst nach seinem Tod.

Die Schau zeigt Wilhelm Busch (1832-1908) als den berühmten Schöpfer lustig-scharfsinniger Bildergeschichten und als fortschrittlich experimentellen Landschafts- und Porträtmaler. Zu sehen sind seine populären Figuren wie die fromme Helene oder Max und Moritz und seine innovative Malerei zwischen Naturbeobachtung und gestischer Erfindung.

Während seine Bildergeschichten für Busch zu großen publizistischen und finanziellen Erfolgen wurden, entwickelte sich seine Malerei abgewandt von der Öffentlichkeit als radikales Probieren und fortgesetzte Suche. Beide Schaffensbereiche sind künstlerisch verbunden durch das Unfertige: meisterhaft zu Bildwitz und Tempo stilisiert in den Bilderfolgen, unverstanden seiner Zeit voraus in der Malerei.