Werner Tübke. Unter fremden Menschen

Von Petersburg bis Samarkand

Panorama Museum
29.6.-3.11.2019

Am Schlachtberg 9
06567 Bad Frankenhausen

www.panorama-museum.de

Juli bis Aug:
Di-So 10-17 Uhr
Mo 13-17 Uhr

Sept bis Juni:
Di-So+Ft 10-17 Uhr

Die Motive seiner Reisen ließen Tübke über Jahr­zehnte nicht los und finden sich bis in die späten neun­ziger Jahre in seinem Oeuvre. Seine Land­schafts­auf­fassung wurde maß­geblich vom Auf­enthalt im Kauka­sus geprägt, während er in Mittel­asien in gänzlich unbe­kannte Welten vordrang.

Bild
Werner Tübke, T. (Tübke) im Kaukasus, 1974, Kreidelithografie
Werner Tübke. Unter fremden Menschen :: Ausstellung
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Das Panorama Museum feiert 2019 den neunzigsten Geburtstag von Werner Tübke und das eigene dreißigjährige Bestehen. Gezeigt werden rund 100 Werke von Werner Tübke, die im Kontext seiner Reisen durch die Sowjetunion entstanden sind. Neben Gemälden sind Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken zu sehen, die diesen wichtigen Bereich in Tübkes Schaffen zum ersten Mal in konzentrierter Form vorstellen.

Werner Tübke, der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch als Jugendlicher von sowjetischen Militärangehörigen in Haft genommen worden war, reiste 1961/62 zu Studienzwecken durch die Sowjetunion, und zwar nach Sankt Petersburg, Moskau, in den Kaukasus und nach Mittelasien. 1977 kehrte er nach Moskau und in den Kaukasus zurück und in den achtziger Jahren unternahm er noch einmal einige kleinere Reisen an verschiedene Orte in der Sowjetunion.

Schon 1961/62 entstanden zahllose Zeichnungen und Aquarelle, Stadtansichten, Landschaften und Porträts. In unmittelbarer zeitlicher Folge schuf Tübke dann unvergessliche Gemälde und ab 1966 übersetzte er seine Eindrücke in die Radierung und die Lithografie.

Die Motive seiner Reisen ließen Tübke über Jahrzehnte nicht los und finden sich bis in die späten neunziger Jahre in seinem Oeuvre. Seine Landschaftsauffassung wurde maßgeblich vom Aufenthalt im Kaukasus geprägt, während er in Mittelasien in gänzlich unbekannte Welten vordrang. Er begab sich unter fremde Menschen und bereicherte sein Figurenrepertoire, indem er viele Begegnungen mit Stift und Pinsel festhielt. Welchen Stellenwert die Erlebnisse für das eigene künstlerische Selbstverständnis hatten, belegen die vielen Selbstbildnisse mit Usbekenkappe. Ein anderer, ein neuer Tübke begegnet uns, ein selbstbewusster Reiter vor stürmischer Landschaft: T. im Kaukasus.