Von Zauberwesen, Ungeheuern und Gespenstern

Mythen und Legenden im japanischen Farbholzschnitt des 18. und 19. Jahrhunderts

Museum Ulm
23.11.2018-14.2.2019

Marktplatz 9
89073 Ulm

www.museumulm.de

Di-Mi, Fr-So 11-17 Uhr
Do 11-20 Uhr

Die Vor­gänge im KABUKI-Theater inklu­sive der Ge­spenster­mythen wurden im Farb­holz­schnitt auf hohem hand­werk­lichem und künstle­rischem Niveau rezipiert. Das Er­scheinungs­bild der Zauber­wesen ent­fesselte die gestal­terische Fantasie sowohl des Regis­seurs als auch des Holz­schnitt­künstlers.

Bild 1
Utagawa Kunisada, Holzschnitt, 12-1861
Bild 2
The Comic Magazine, Manga, Januar/Februar 1948
Von Zauberwesen, Ungeheuern und Gespenstern :: Ausstellung
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Die fantastische Welt der Zauberwesen, Ungeheuer und Gespenster präsentiert sich im japanischen Farbholzschnitt des 18. und 19. Jahrhunderts umfangreicher und theatralischer, als dies in der westlichen Kunst der Fall ist. In japanischen Gespenstermythen tauchen Rachegeister sowie Inkarnationen von Naturelementen gleichermaßen auf. Bis heute sind der Glaube an die Existenz gespenstischer Geistwesen und Riten zu ihrer Besänftigung fester Bestandteil der japanischen Volksreligion Shintoismus.

Als Folge der gesteigerten Buchproduktion während der Edo-Zeit (1603-1868) entwickelte sich der Farbholzschnitt (UKIYO-E) zum wichtigsten künstlerischen Darstellungsmittel Japans. Insbesondere Schauspielerporträts und Szenen des KABUKI-Theaters erfreuten sich höchster Beliebtheit. Die theatertechnische Raffinesse des KABUKI mit seinen Drehbühnen, fliegenden Kostümwechseln, Kerzenlichteffekten und unsichtbaren Bühnenhelfern kam der gruseligen Dramaturgie und Inszenierung übersinnlicher Wesen entgegen.

Die Vorgänge im KABUKI- Theater inklusive der Gespenstermythen wurden im Farbholzschnitt auf hohem handwerklichem und künstlerischem Niveau rezipiert. Das Erscheinungsbild der Zauberwesen entfesselte die gestalterische Fantasie sowohl des Regisseurs als auch des Holzschnittkünstlers.