Verwüstet, verfallen, wiederbelebt

Ehemalige Synagogen in Polen und der Ukraine. Fotografien von Eva Maria Kraiss

Hällisch-Fränkisches Museum
19.10.2018-27.1.2019

Im Keckenhof 6
74523 Schwäbisch Hall

www.schwaebischhall.d...enkisches-museum.html

Di-So 10-17 Uhr

Eva Maria Kraiss hat in mehreren Reisen 2016-2018 zahl­reiche ehe­malige Syna­gogen in Polen und in der Ukraine aufge­sucht und foto­grafiert. Trotz Um­nutzung sind bei diesen Gebäuden immer wieder Spuren und Relikte der ehe­maligen Syna­goge zu ent­decken.

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Verwüstet, verfallen, wiederbelebt :: Ausstellung
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Im Zweiten Weltkrieg wurde die jüdische Bevölkerung in Osteuropa durch Massenexekutionen und in den Vernichtungslagern grausam und konsequent ausgelöscht. Gleichzeitig wurde ihr Besitz geraubt, ganze Straßenzüge mit den einstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern in den typischen „Shtetl” vernichtet und zahlreiche Synagogen verwüstet, zweckentfremdet oder ganz zerstört. Nur noch wenige Spuren ihrer Jahrhundert alten Kultur und Religion sind dort noch geblieben.

Eva Maria Kraiss hat in mehreren Reisen 2016-2018 zahlreiche ehemalige Synagogen in Polen und in der Ukraine aufgesucht und fotografiert. Die 91 Aufnahmen in der Ausstellung zeigen zerstörte und in endgültigem Zerfall begriffene Synagogen, aber auch sorgfältig restaurierte Gotteshäuser mit vielfarbigen Malereien und Inschriften als Museen und Dokumentationsstätten. Andere wieder sind seit der Wende 1990 an die kleinen jüdischen Gemeinden in Krakau, Lemberg Kiew oder Odessa zurückgegeben worden und dienen wieder dem Gottesdienst und der Lehre.

Der weitaus größte Teil der Synagogen wurde oft schon während des Kriegs und in den Jahren danach durch eine andere Nutzung „wiederbelebt”. Trotz ihrer Nutzung als Fabriken, Kulturhäuser, Bibliotheken, Supermärkte, Kinos, Schnapsfabriken oder Lagerhäuser, aber auch als Wohnhäuser, sind auch bei diesen Gebäuden immer wieder Spuren und Relikte der ehemaligen Synagoge zu entdecken.