Verknüpft
Textilkunst der Gruppe 4fach
Moderne Teppiche und Quilts, textile Objekte, gewebte Malerei, ein Tagebuch aus Stoff: Die künstlerischen Ansätze, Professionen und Arbeitsweisen von Gabi Mett, Gudrun Schade, Katherine Tinteren-Klitzke und Anne Ulrich sind ganz unterschiedlich. In der Ausstellung werden sie auf überraschende Weise zu einer Einheit verbunden durch das textile Material und die Farbe Rot. Für das Tuchmacher Museum entwickeln die Künstlerinnen aus dem Ruhrgebiet, die sich 2009 zur Gruppe 4fach zusammenfanden, außerdem eine gemeinsame Installation mit Material aus der Museumsproduktion: Wolle und Garn in Bramscher Rot.
Nähen, Sticken, Knüpfen, Tuften, Färben und Drucken: Die Künstlerinnen bearbeiten ihr Material mit den traditionellen textilen Techniken, verwenden aber außer Garnen und Stoffen auch Plastikstrohhalme, Briefmarken, Wachs und Fundstücke. So entstehen grafische, dreidimensionale Bildwerke und Objekte. Die Farbe Rot, Farbe der Kraft, der Energie und der Lebensfreude findet sich in vielen der Arbeiten wieder. Linien, Schrift und feinfühlige Texturen verknüpfen die Exponate auf einer weiteren Ebene. Mit ihren Arbeiten knüpfen die Künstlerinnen dabei nicht nur technisch an die Tradition der Textilkunst an, sondern greifen auch deren erzählerische Traditionen auf: Wandbespannungen aus Seide oder lose Wandbehänge waren bei Hofe und in anderen repräsentativen Räumen gleichzeitig Träger von Geschichte. So schilderten beispielsweise die Tapisserien von Bayeux politische Ereignisse, in der Symbolik der traditionellen Quilts sind Familiengeschichten enthalten und die Reit- und Nomadenvölker nutzen die Bedeutung von Farben und Ornamenten bei der Herstellung ihrer Filz- und Stickarbeiten. Arabische Teppichknüpferinnen erzählen noch heute anhand der lokalen Muster und Symbolwelt ihre persönliche Geschichte.
Nähen, Sticken, Knüpfen, Tuften, Färben und Drucken: Die Künstlerinnen bearbeiten ihr Material mit den traditionellen textilen Techniken, verwenden aber außer Garnen und Stoffen auch Plastikstrohhalme, Briefmarken, Wachs und Fundstücke. So entstehen grafische, dreidimensionale Bildwerke und Objekte. Die Farbe Rot, Farbe der Kraft, der Energie und der Lebensfreude findet sich in vielen der Arbeiten wieder. Linien, Schrift und feinfühlige Texturen verknüpfen die Exponate auf einer weiteren Ebene. Mit ihren Arbeiten knüpfen die Künstlerinnen dabei nicht nur technisch an die Tradition der Textilkunst an, sondern greifen auch deren erzählerische Traditionen auf: Wandbespannungen aus Seide oder lose Wandbehänge waren bei Hofe und in anderen repräsentativen Räumen gleichzeitig Träger von Geschichte. So schilderten beispielsweise die Tapisserien von Bayeux politische Ereignisse, in der Symbolik der traditionellen Quilts sind Familiengeschichten enthalten und die Reit- und Nomadenvölker nutzen die Bedeutung von Farben und Ornamenten bei der Herstellung ihrer Filz- und Stickarbeiten. Arabische Teppichknüpferinnen erzählen noch heute anhand der lokalen Muster und Symbolwelt ihre persönliche Geschichte.
Ort der Ausstellung:
Tuchmacher-Museum, BramscheWebmuseen Service
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