Vergessene Zivilisation

Die Kirchen der Wolgadeutschen. Ambrotypien von Artjom Uffelmann

Gerhart-Hauptmann-Haus
7.9.-18.10.2019

Bismarckstraße 90
40210 Düsseldorf

www.gerhart-hauptmann-haus.de

Ausstellung:
Mo, Mi 10-17 Uhr
Di, Do 10-19 Uhr
Fr 10-14 Uhr

Der Mann­hei­mer Foto­graf Artjom Uffel­mann ar­beitet aus­schließ­lich mit Mitteln der Ambro­typie, die der zweiten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts weit ver­breitet war. In dieser Zeit ent­standen auch die sakra­len Bauten der Wolga­deut­schen im früheren Russi­schen Reich.

Bild
Wolgadeutsche Kirche, Ambrotypie
Vergessene Zivilisation :: Ausstellung
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2012 unternahm der Mannheimer Fotograf Artjom Uffelmann eine fotografische Expedition ins historische Siedlungsgebiet der Wolgadeutschen und hielt ihre architektonischen Hinter­lassen­schaften auf belichteten Glasplatten fest.

Uffelmann arbeitet ausschließlich mit Mitteln der Ambrotypie („Kollodium­nass­platten­verfahren”), einem fotografischen Verfahren, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreitet war. In dieser Zeit entstanden auch die sakralen Bauten der Wolgadeutschen im früheren Russischen Reich.

Kirchen bildeten bis zur Oktoberrevolution den wichtigsten Identitätsanker der deutschen Siedler in Russland, da sie über ihre Aufgaben der Seelsorge hinaus weite Teile des Schulwesens und der kommunalen Selbstverwaltung bestimmten. Mit dem Einzug der Sowjetmacht richtete sich der staatliche Terror unvermittelt gegen die Kirchen und den Stand der Geistlichen. 1941 wurde die Wolgadeutsche Republik schließlich mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion aufgelöst.

Die Ambrotypien sind Leihgaben des Museums für Russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold und werden im Rahmen der „Russlanddeutschen Kulturtage 2019” gezeigt.