Unerwartet

Die Kunst des Zufalls

Kunstmuseum Stuttgart
24.9.2016-19.2.2017

Kleiner Schlossplatz 1
70173 Stuttgart

www.kunstmuseum-stuttgart.de

Di, Do, Sa-So 10-18 Uhr
Mi, Fr 10-21 Uhr

Der Zufall ent­zieht sich jeder Fest­legung – und doch nutzt die Kunst den kalku­lierten Zufall als ge­stal­tende Kraft. Anhand von rund 120 Werken zeigt die Aus­stel­lung, wie ex­peri­men­tell und syste­ma­tisch Künstler mit dem Zufall um­ge­gangen sind.

Bild
Dieter Hacker, Multipliziertes Objekt, 1968
Unerwartet :: Ausstellung
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Der Zufall entzieht sich jeder Festlegung – und doch nutzt die Kunst den kalkulierten Zufall als gestaltende Kraft. In den vergangenen hundert Jahren haben Künstlerinnen und Künstler Methoden und Verfahren entwickelt, um Zufallsprozesse unter definierten Bedingungen auszulösen. Anhand von rund 120 Werken zeigt die Sonderausstellung, wie experimentell und systematisch Künstler mit dem Zufall umgegangen sind.

Hans Arp und die Surrealisten waren die ersten, die um 1920 das schöpferische Potenzial des Zufalls erkannten. Max Ernst provozierte mit seinen Frottagen das Unvorhersehbare. Dafür legte er etwa Blätter oder Holz unter Zeichenpapier und rieb sie mit Bleistift durch. Die so entstandenen Strukturen ergänzte er zu fantastischen Bildern.

In den 1960er-Jahren hielt der Zufall Einzug in die Konkrete Kunst. Rune Mields und Vera Molnár interessierten sich für den mathematischen Aspekt des Zufalls. In seinen Collagen ordnete herman de vries Papierstreifen nach Zufallstabellenzahlen an, wie sie bei biologischen Feldexperimenten verwendet werden. Und Peter Lacroix erwürfelte Kompositionen.

Die Ausstellung lädt nicht nur zum Betrachten ein, sondern auch zum Ausprobieren: Im eigens für die Ausstellung entwickelten „VersuchsLabor” sind Besucherinnen und Besucher jeden Alters sowie Schulklassen eingeladen, zum Thema Zufall zu experimentieren und zu forschen.