Umkämpfte Wege der Moderne

Geschichten aus Potsdam und Babelsberg 1914-1945

Potsdam-Museum
23.2.-23.6.2019

Am Alten Markt 9
14467 Potsdam

www.potsdam-museum.de

Di-Mi, Fr 10-17 Uhr
Do 10-19 Uhr
Sa-So+Ft 10-18 Uhr

Die Aus­stel­lung erzählt über 50 Alltags­ge­schichten dieser Zeit aus den Berei­chen Politik, Wirt­schaft, Kultur , Stadt­ent­wick­lung und Militär. Mit der Ein­ge­mein­dung von Babels­berg nach Potsdam 1939 wurde Pots­dam endlich zur lange ersehnten Großstadt.

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Umkämpfte Wege der Moderne :: Ausstellung
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Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war im Deutschen Reich geprägt von elementaren gesellschaftlichen Veränderungen, Auseinandersetzungen und immer wieder aufflammenden Konflikten.

Das traditionsverbundene Potsdam spielte als ehemalige Residenz- und Garnisonstadt in den Auseinandersetzungen eine herausragende Rolle – es wurde zum symbolischen Kampfplatz. Dem sogenannten Geist von Potsdam, dem Inbegriff für preußisches Erbe und die militärische Erlangung des Großmachtstatus, wurde der Geist von Weimar gegenübergestellt, der für die deutsche Hochkultur stand.

Die von großen Industriebetrieben geprägte Nachbargemeinde Nowawes – später Babelsberg genannt und 1939 nach Potsdam eingemeindet – kennzeichnete eine starke Arbeiter- und Angestelltenkultur. Sie wurde deswegen auch als „Rotes Nowawes” bezeichnet, in der die Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Gruppierungen durchaus gefährlich für das leibliche Wohl sein konnte.

Die Ausstellung erzählt über 50 Alltagsgeschichten dieser Zeit aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur , Stadtentwicklung und Militär. Mit der Eingemeindung von Babelsberg nach Potsdam 1939 wurde Potsdam endlich zur lange ersehnten Großstadt, die Erinnerung an das „Rote Nowawes” war damit zumindest offiziell getilgt. Im Imhof Verlag erscheint ein Katalog zur Schau.