Trügerische Idylle

Literaten und Künstler am Tegernsee 1900 bis 1945

Olaf-Gulbransson-Museum
28.5.-17.9.2017

Im Kurgarten 5
83684 Tegernsee

www.olaf-gulbransson-museum.de

Di-So 10-17 Uhr

Die Aus­stel­lung geht der Frage nach, wie sich die heitere Idylle mit dem Auf­kommen des Natio­nal­sozia­lis­mus nach und nach als Täu­schung erweist und wie der kultu­rellen Viel­falt ein Ende gesetzt wird.

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    Trügerische Idylle :: Ausstellung
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    Das Tegernseer Tal ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt für Kunst und Literatur in Bayern. Mit den Wittelsbachern kommen um 1900 international renommierte Schriftsteller und Künstler an den Tegernsee: der Maler August Macke, die Mitarbeiter der Satire-Zeitschrift Simplicissimus mit den Exponenten Olaf Gulbransson und Ludwig Thoma sowie der Heimatdichter Ludwig Ganghofer entdecken die landschaftliche Schönheit des Tales und beziehen sich in ihrer Kunst und Literatur auf die im Tal präsente Volkskultur. Thomas Mann verbringt schon in seiner Jugend und später mit seiner Familie die Sommerfrische in der ländlichen Idylle. Gelegentlich besucht er den damals renommierten jüdischen Schriftsteller und Bühnenautor Max Mohr, der mit seiner Familie in Tegernsee das einfache Leben auf dem Land erprobt.

    Die Ausstellung geht der Frage nach, wie sich die heitere Idylle mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus nach und nach als Täuschung erweist und wie der kulturellen Vielfalt ein Ende gesetzt wird.

    Gezeigt werden Grafiken und Zeichnungen von Thomas Theodor Heine und Olaf Gulbransson aus den Beständen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München. Fotos und Originaldokumente aus den literarischen Nachlässen von Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Grete Weil, Max Mohr und der Familie Mann aus der Monacensia im Hildebrandhaus, dem literarischen Gedächtnis der Stadt München, erzählen vom Wandel des kulturellen Miteinanders im Tegernseer Tal von 1900 bis 1945.