Staatl. Kunsthalle KarlsruheHans-Thoma-Straße 2-676133 Karlsruhe
Di-Fr 10-17 UhrSa-So+Ft 10-18 Uhr
Von Schönheit und Tod
Tierstillleben von der Renaissance bis zur Moderne
Die groß angelegte Sonderausstellung führt weltweit zum ersten Mal die facettenreiche Geschichte der Gattung Tierstillleben vom 16. bis zum 20. Jahrhundert vor Augen. Über 120 Gemälde, Aquarelle und Reliefs von berühmten Künstlern wie Dürer, Rubens, Weenix, Chardin, Goya, Manet, Ensor, Kokoschka und Beckmann belegen den Stellenwert des Themas. Neben Werken der eigenen Sammlung bieten rund 90 hochkarätige Leihgaben aus bedeutenden Museen in Amsterdam, Antwerpen, Brüssel, Lissabon, London, Madrid, München, Paris, Stockholm, Wien und Zürich Einblicke in einen faszinierenden Bilderkosmos.
Den Ausgangspunkt für die Konzeption bildet die an Tierstücken reiche, auf die Markgrafen und Großherzöge von Baden zurückgehende Sammlung der Kunsthalle mit Werken von Jan Fyt, Willem van Aelst, Jan Weenix, Nicolas de Largillierre, Jean Siméon Chardin und anderen. Durch die Leihgaben werden diese Werke in einen größeren Kontext gerückt. Der Katalog enthält wissenschaftliche Kommentare zu allen Exponaten und beleuchtet kunst- und kulturhistorische Zusammenhänge.
Die als Überblick angelegte Themenausstellung veranschaulicht, wie sich Funktion und Bildsymbolik der Tierstillleben, aber auch der künstlerische Blick auf die wiederkehrenden Motive über die Jahrhunderte veränderten. Neben der enormen stilistischen Bandbreite des Themas sind auch sehr unterschiedliche Aussagen mit den Darstellungen verknüpft: Sie sind sowohl Symbol adeliger Jagdlust, Metaphern für menschliches Leiden als auch Ausdruck sinnlichen Erlebens.
Es wird deutlich, wie sehr sich der Umgang mit den tradierten Motiven veränderte. Zudem werden über Jahrhunderte hinweg Verwandtschaften sichtbar: Courbet zeigte sich von der naturalistischen Malweise und Kompositionskunst eines Jan Weenix beeindruckt, Manet setzte sich seiner Darstellung eines toten Uhu mit Chardin, aber auch dem Trompe-lil, der seit der Antike immer wieder aufgegriffenen illusionistischen Malerei, auseinander. Soutine knüpfte mit seinen Bildern an Werke Goyas an. Bei den beiden Letzteren werden die geschlachteten Tiere zu Metaphern für menschliches Leiden.
Jenseits aller Bedeutung stellte die Gattung Tierstillleben eine Herausforderung für Maler aller Epochen dar. Ob mit den Mitteln naturalistischer Augentäuschung oder freier Expression: Es ging immer auch um virtuose Malerei. Erst in der Zusammenschau der Bilder aus unterschiedlichen Epochen werden die malerischen Verwandtschaften zwischen den Gemälden sichtbar.
Den Ausgangspunkt für die Konzeption bildet die an Tierstücken reiche, auf die Markgrafen und Großherzöge von Baden zurückgehende Sammlung der Kunsthalle mit Werken von Jan Fyt, Willem van Aelst, Jan Weenix, Nicolas de Largillierre, Jean Siméon Chardin und anderen. Durch die Leihgaben werden diese Werke in einen größeren Kontext gerückt. Der Katalog enthält wissenschaftliche Kommentare zu allen Exponaten und beleuchtet kunst- und kulturhistorische Zusammenhänge.
Die als Überblick angelegte Themenausstellung veranschaulicht, wie sich Funktion und Bildsymbolik der Tierstillleben, aber auch der künstlerische Blick auf die wiederkehrenden Motive über die Jahrhunderte veränderten. Neben der enormen stilistischen Bandbreite des Themas sind auch sehr unterschiedliche Aussagen mit den Darstellungen verknüpft: Sie sind sowohl Symbol adeliger Jagdlust, Metaphern für menschliches Leiden als auch Ausdruck sinnlichen Erlebens.
Es wird deutlich, wie sehr sich der Umgang mit den tradierten Motiven veränderte. Zudem werden über Jahrhunderte hinweg Verwandtschaften sichtbar: Courbet zeigte sich von der naturalistischen Malweise und Kompositionskunst eines Jan Weenix beeindruckt, Manet setzte sich seiner Darstellung eines toten Uhu mit Chardin, aber auch dem Trompe-lil, der seit der Antike immer wieder aufgegriffenen illusionistischen Malerei, auseinander. Soutine knüpfte mit seinen Bildern an Werke Goyas an. Bei den beiden Letzteren werden die geschlachteten Tiere zu Metaphern für menschliches Leiden.
Jenseits aller Bedeutung stellte die Gattung Tierstillleben eine Herausforderung für Maler aller Epochen dar. Ob mit den Mitteln naturalistischer Augentäuschung oder freier Expression: Es ging immer auch um virtuose Malerei. Erst in der Zusammenschau der Bilder aus unterschiedlichen Epochen werden die malerischen Verwandtschaften zwischen den Gemälden sichtbar.
Ort der Ausstellung:
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