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AusstellungKünzing, 25.3. bis 1.8.2010
Karte

Museum QuintanaOsterhofener Straße 294550 Künzing

www.museum-quintana.de

Mai bis September:  Di-So: 10-17 UhrÜbrige Zeit:  Di-So: 10-16 Uhr

Thermen

Römischer Badeluxus nördlich der Alpen

Zu den großen Errungenschaften der römischen Kultur, die auch heute noch ihre Nachwirkungen haben, zählen die Thermen. Verglichen mit den riesigen Thermenbauten des Römischen Reiches handelt es sich bei unseren modernen Badelandschaften um eher bescheidene Bauten. In den Großstädten des Römischen Reiches kann man sich diese Badeanlagen gar nicht luxuriös genug vorstellen: Ihre Errichtung wurde oftmals von den römischen Kaisern als Geschenk an die Bürger finanziert. Entsprechend aufwändig war ihre Ausstattung aber auch ihr Betrieb.

Mit der Ausdehnung des Römischen Reiches nördlich der Alpen wurden im Schutze des römischen Militärs neben vielen anderen technischen und kulturellen Einrichtungen auch die römischen Badeanlagen in dieser Region heimisch. Die ersten Badegebäude waren die Kastellthermen, die jeweils in der Zivilsiedlung (vicus) eines Kastells errichtet wurden. In den großen Städten aber gehörten auch in den nördlichen Provinzen ausgedehnte, repräsentative Badeanlagen bald zum festen Bestand öffentlicher Gebäude. Im ländlichen Raum waren die großen Gutshöfe (villa) ebenfalls mit kleinen Badegebäuden ausgestattet.

Eine gute Heiztechnik war Grundvoraussetzung für das Funktionieren der Thermen. Hierfür wurde die in Griechenland entwickelte Hypokaust-Heizung, eine Art Fußbodenheizung, verwendet. Römische Heizanlagen zeichneten sich durch eine sehr gute Energieeffizienz aus. Mit ihrem hohen Wirkungsgrad (über 90% der Wärmeenergie) waren sie unseren heutigen Heizungen in dieser Beziehung sogar überlegen.
Ort der Ausstellung:
Museum Quintana, Künzing
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