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Intern
PolitikermuseumStuttgart
Karte

Feuerbacher Weg 4670192 Stuttgart

Tel. 0711-2535558info@stiftung-heuss-haus.de

Di-So 10-18 Uhr

www.stiftung-heuss-haus.dede.wikipedia.org...eodor-Heuss-Haus

Theodor-Heuss-Haus

Im Theodor-Heuss-Haus scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit im Herbst 1959 zog sich der erste Bundespräsident, Theodor Heuss, in die schwäbische Hauptstadt zurück. Vier Jahre lebte er dort in dem kleinen Einfamilienhäuschen, in dem er am 12. Dezember 1963 mit knapp 80 Jahren verstarb. Von Stuttgart aus unternahm er noch wichtige Auslandsreisen, und in seinem Haus, das Heuss mit einem Bausparvertrag angespart hatte, arbeitete er an seinen lange aufgeschobenen literarischen Projekten, insbesondere seiner Autobiographie. Ein Besichtigungsobjekt sollte sein Haus allerdings nicht werden: „Des goht euch en Dreck an, wie i wohn!“ –
mit diesen Worten begrüßte Theodor Heuss wartende Fotografen
beim Einzug in seinen Alterswohnsitz.
Heute steht das Haus des ersten Bundespräsidenten jedermann offen. Im Erdgeschoss können die Besucher durch Heuss‘ Wohn- und Esszimmer flanieren oder einen Blick in sein Arbeitszimmer werfen. Die drei zusammenhängenden Räume wurden mit Originalmöbeln rekonstruiert und laden zu einer Zeitreise in die späten 1950er Jahre ein. Mit ihrer Vielzahl an Gemälden, Kunstgegenständen und Büchern aber auch mit der Zigarrendose auf dem Tisch stehen sie für die bildungsbürgerliche Wohnkultur dieser Zeit.
Im Gartengeschoss zeichnet eine moderne Dauerausstellung den Lebensweg des ersten Bundespräsidenten im Wechselspiel mit seiner Zeit nach. Die Besucher können sich abstrakten historischen Fragen auf einer persönlichen Ebene – nämlich im Spiegel von Heuss‘ Leben – nähern. Anhand von etwa 700 Objekten, Tondokumenten, Bildern und Filmen bekommt deutsche Geschichte ein Gesicht, wird die Zeit des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der Bundesrepublik lebendig. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dabei die Frage, wie Demokratie in Deutschland wirksam werden konnte aber auch, welche Handlungsoptionen ein Individuum gegenüber den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts hatte. Dazu werden auch heikle Themen, wie zum Beispiel die Zustimmung des Reichstagsabgeordneten Theodor Heuss zum „Ermächtigungsgesetz“ 1933, nicht ausgespart. Deutlich wird jedoch, dass Theodor Heuss insgesamt für eine bildungsbürgerliche und liberale Tradition deutscher Demokratiegeschichte steht, die der Bundesrepublik nach 1945 zu nachhaltigem Erfolg verhalf.
In vielfältigen Veranstaltungen, vertiefenden Sonderausstellungen sowie einem kreativen Angebot speziell für Schulen ruft das Theodor-Heuss-Haus diese Geschichte in Erinnerung und fragt nach den historischen Grundlagen unserer Gegenwart und Zukunft.
Das Haus ist barrierefrei.
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