facebook Twitter Weiterempfehlen Favoriten Mehr Lesezeichen
Intern

Stoltzeturm und Stoltzemuseum

Frankfurt/Main

LiteratenmuseumFrankfurt/Main
Karte

Töngesgasse 34-3660255 Frankfurt/Main

Tel. 069-2641-4006 (vorm.)petra.breitkreuz...ter-sparkasse.de

Mo-Fr 9.30-17 UhrMi 9.30-20 Uhr

www.frankfurter-...eite_6/index.php

Stoltzeturm und Stoltzemuseum

der Frankfurter Sparkasse

Gemeinhin gilt Friedrich Stoltze (1816 bis 1891) noch immer als Frankfurts populärster Mundartdichter. Wer kennt sie nicht, seine meistzitierten, sprichwörtlich gewordenen Verse: „Es is kaa Stadt uff der weite Welt, die so merr wie mei Frankfort gefällt, un es will merr net in mein Kopp enei: wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!“ Doch Friedrich Stoltze war mehr als ein Mundartautor. Er war vor allem ein kritischer Journalist, ein Satiriker, Demokrat und Republikaner, der sich mutig und offen zu seiner Haltung bekannte und für die Rechte des kleinen Mannes eintrat. Für seine Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen seiner Zeit wurde der Autor mehrfach wegen Bismarck- und Majestätsbeleidigung verurteilt.
Die Frankfurter Sparkasse hat dem Schriftsteller 1978 ein eigenes Museum in einem steinernen Renaissance-Treppenturm eingerichtet, der einst zum Frankfurter Sitz der Grafen von Schönborn gehörte. Die Dauerausstellung zu Leben und Werk Stoltzes zieht sich über 120 Stufen vom Unter- bis ins Dachgeschoss des Turmes entlang. Historische Fotografien, Zeichnungen und einige ausgewählte Textbeispiele illustrieren Leben und Werk des populären Mundartdichters und Satirikers, dessen Biografie eng mit bedeutenden Persönlichkeiten und Ereignissen der deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert verbunden ist. Am Hambacher Fest 1832 und der Revolution 1848/49 hat Friedrich Stoltze persönlich teilgenommen. Die preußische Besetzung Frankfurts 1866 zwang den Autor für einige Monate ins Exil zu gehen. In seinem literarischen Hauptwerk, der satirischen Wochenzeitschrift „Frankfurter Latern“, hat Stoltze die Gründung des Kaiserreichs 1871 kritisch kommentiert. Sie entsprach nicht seinen Idealen von einem demokratischen Vaterland. In über 400 Karikaturen und zahllosen Gedichten und Prosatexten hat sich Friedrich Stoltze mit dem preußischen Ministerpräsidenten und Reichskanzler Otto von Bismarck auseinandergesetzt. Mit Wilhelm Busch, Heinrich Hoffmann und Friedrich Fröbel war Friedrich Stoltze freundschaftlich und kollegial verbunden.
Ergänzt wird die Ausstellung von persönlichen Gegenständen und Möbeln aus dem Nachlass Stoltzes. Wechselnde Sonderausstellungen im Kabinettzimmer des Stoltze-Museums.
Anzeige

Webmuseen Service

Museum fehlt
Wenn Sie ein Museum nicht finden, kann es sein, daß wir noch keine Daten bekommen haben. Bitte lassen Sie uns an Ihrem Wissen teilhaben. Die Aufnahme erfolgt redaktionell und somit kostenfrei.
Ein Museum empfehlen >>

Partner von Webmuseen werden
Unseren Publikationspartnern (siehe Fußbereich) stellen wir umfangreiche Daten für deren jeweilige Projekte zur Verfügung. Anbieter museumsbezogener Dienstleistungen profitieren von unserer Marktkenntnis und Reichweite.
Ihr Projekt beschreiben >>

Webmuseen SocialMedia

Sie sind Kulturliebhaber? Unsere Kanäle stehen Ihnen offen, zum Mitlesen oder um Ihre Tipps und Nachrichten mit unserer Community zu teilen.