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Städtisches Museum Braunschweig
Geschichte des Museums
Nach vierjähriger Umbauphase erstrahlt das Städtische Museum Braunschweig in neuem Glanz und öffnet für Besucher wieder seine Türen. Auf drei Stockwerken und rund 3.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden etwa 1.500 Exponate aus der Sammlung des 1861 von Bürgern für Bürger gegründeten Museums gezeigt. Wer das 1904 bis 1906 nach Plänen des Braunschweiger Stadtbaurats Max Osterloh (1851 – 1927) erbaute Ausstellungsgebäude betritt, wird von einem imposanten Lichthof empfangen. Bei verschiedenen Ausstellungsrundgängen können die Besucher das Museum ganz neu entdecken. Audioguides, Medienstationen und Führungen informieren interessant und unterhaltsam über die Exponate. Kinder erleben das Museum mit dem neuen museumspädagogischen Programm auf spannende und spielerische Weise.
Formsammlung Dexel
In der nach 1942 angelegeten Formsammlung Walter und Thomas Dexel werden zahlreiche kunstvoll gefertigte Tassen, Teller, Krüge und Kessel von der Antike bis zur Gegenwart gezeigt. Heute umfasst die renommierte Formsammlung des Städtischen Museums etwa 5.500 Objekte aus verschiedensten Materialien wie Metall, Holz, Keramik, Glas oder Stein.
Historische Musikinstrumente
In der Sammlung historischer Musikinstrumente gibt es Blas-, Streich-, Zupf- und Tasteninstrumente aus verschiedenen Jahrhunderten zu sehen. Diese stammen überwiegend aus Schenkungen von Theodor Steinweg (1825 – 1889) sowie der Familie Grotrian-Steinweg. Zu den besonderen Schätzen der Ausstellung gehören unter anderem die Jugendgeige des Braunschweiger Komponisten Louis Spohr (1784 – 1859) und der Konzertflügel der Pianistin Clara Schumann (1819 – 1896).
Ethnographische Sammlung
In der Ethnographischen Abteilung wandelt der Besucher auf den Spuren fremder Kulturen. Braunschweiger Bürger, die im 18. und 19. Jahrhundert als Abenteurer, Seefahrer, Kaufleute oder Soldaten um die Welt reisten, brachten von fernen Kontinenten wertvolle und manchmal auch kuriose Gegenstände mit. Gezeigt werden Ahnenmasken und -figuren aus der Südsee, Alt-Peruanische Keramik, Kunst- und Kulturgüter der Nordamerikanischen Indianer sowie Zaubergerät aus Indonesien.
Kunstgewerbe
Die kunstgewerbliche Ausstellung zeigt die Braunschweiger Möbelkunst vom ausgehenden Mittelalter bis zum Biedermeier. Eine Besonderheit sind die Tische der Manufaktur van Selow (1756-1772), deren Tischblätter mit farbenprächtigen Glasperlenmosaiken versehen wurden. Präsentiert werden neben Braunschweiger Silberarbeiten auch Fayencen und feinste Porzellan-Objekte aus Fürstenberg und Braunschweiger Manufakturen. Das Städtische Museum Braunschweig verfügt über die größte öffentliche Sammlung von Lackwaren der Manufaktur Stobwasser, die als eine der bedeutendsten deutschen Lackmanufakturen gelten darf.
Sakrale Kunst
Auf dem Weg zur Gemäldegalerie im zweiten Obergeschoss empfängt den Besucher das Kirchenfenster aus St. Katharinen von 1553 mit der Darstellung der Kreuzigung Christi und Szenen aus dem Alten Testament. Neben dem 1483 von dem Braunschweiger Bildschnitzer Conrad Borgentrik angefertigten Marienaltar werden hier auch Altargeräte und Gemälde mit biblischen Szenen ausgestellt.
Gemälde und Skulpturen
Den Grundstein für die wertvolle Gemäldesammlung des Städtischen Museums legte der 1832 gegründete Braunschweiger Kunstverein. Schenkungen und Vermächtnisse zahlreicher Braunschweiger Bürger trugen dazu bei, dass sich die Kunstsammlung stetig vergrößerte. Schwerpunkte sind Portrait-, Landschafts- und Genremalerei. Gezeigt werden außerdem Werke des 19. und 20. Jahrhunderts.
Museum Altstadtrathaus
Das Städtische Museum zeigt seit 1991 im Altstadtrathaus eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt Braunschweig. An einem großen, anschaulich gebauten Stadtmodell kann der Besucher nachvollziehen wie das historische Braunschweig im Jahre 1671 ausgesehen hat. Das Museum im Erdgeschoss und im Untergeschoss erzählt anhand von Originalzeugnissen aus mehr als 1.000 Jahren Braunschweiger Stadtgeschichte.
Ausstellung bis 2.6.2013

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