Städtische Galerie
Die im Herzen der historischen Altstadt von Bietigheim gelegene Städtische Galerie erstreckt sich über zwei Gebäudeteile: Für den älteren Teil wurde eine große historische Scheuer 1989 von dem Bietigheimer Architekten Gert Bechtle für die Erfordernisse eines modernen Ausstellungsbetriebes umgebaut. Von dort gelangt der Besucher in den im Jahr 2000 eröffneten, streng funktionalen Erweiterungsbau, der nach dem Entwurf von Gert Bechtle unter der Ägide von Prof. Hans Kammerer entstanden ist. Insgesamt steht eine Ausstellungsfläche von fast 1000 m² zur Verfügung. Während die großen Wechselausstellungen im Erweiterungsbau ihren Platz finden, nutzt die Galerie ihre Räume im Altbau vor allem dazu, ihre umfangreichen eigenen Bestände zu kleineren Ausstellungen zu präsentieren. Denn in den über zwanzig Jahren ihres Bestehens hat die Städtische Galerie eine attraktive Sammlung an Linolschnitten des 20. und 21. Jahrhunderts sowie an regionaler Kunst zusammengetragen.
Die Städtische Galerie stellt einen Meilenstein der kulturellen Entwicklung Bietigheim-Bissingens dar und hat sich längst als eine auch überregional viel beachtete Ausstellungsinstitution etabliert. Große Sonderausstellungen, die sich der Kunst seit der Klassischen Moderne widmen, ziehen Besucher aus dem gesamten süddeutschen Raum an. Höhepunkte waren hier etwa die großen monografischen Präsentationen von Gabriele Münter (1999), Max Pechstein (2002), Félix Vallotton (2003), Pablo Picasso (2005) oder Erich Heckel (2006).
Neben den kunsthistorischen Ausstellungen liegt ein weiterer Schwerpunkt des Programms bei der zeitgenössischen Kunst. Hier wurden in den vergangenen Jahren u.a. Per Kirkeby (1999), Marie Jo Lafontaine (2002), Felix Droese (2003), Asger Jorn (2010) oder Vincent Tavenne (2011) monografisch vorgestellt. Große Aufmerksamkeit erfuhren auch verschiedene thematische Projekte der Städtischen Galerie, so etwa die Ausstellungen "KinderBlicke. Kindheit und Moderne von Klee bis Boltanski" (2001), "Krieg-Medien-Kunst. Positionen deutscher Künstler seit den sechziger Jahren" (2004/2005), "Home Stories. Zwischen Dokumentation und Fiktion" (2006/2007), "Es werde dunkel! Nachtdarstellungen in der zeitgenössischen Kunst" (2009/10) oder „Die Liebe ist ein seltsames Spiel… Liebesgeschichten von Klinger bis Picasso“ (2011).
Alle drei Jahre lobt das Haus den internationalen Grafikwettbewerb "Linolschnitt heute" aus, bei dem die Stadt Bietigheim-Bissingen drei Preise vergibt. Beim neunten Wettbewerb 2010 haben sich nunmehr fast 600 Kunstschaffende aus aller Welt beworben, von denen der Tscheche Vojtech Kovarik sowie die beiden deutschen Künstlerinnen Uta Zaumseil und Sarah Huber ausgezeichnet wurden.
Ausstellung 23.3.-7.7.2013
Ausstellung 2013-03-23-2013-07-07

Fred Stelzig. Der kürzeste Nenner ist Poesie. Werke aus 50 JahrenFred Stelzig (1923-2006) prägte mit seiner Kunst am Bau öffentliche und private Räume, besonders das Stadtbild Besigheims, wo er 61 Jahre lang lebte. Neben der ...
Ausstellung 20.4.-7.7.2013
Ausstellung 2013-04-20-2013-07-07

Conrad Felixmüller. Zwischen Kunst und PolitikConrad Felixmüller (1897-1977) gehört zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Seine Bilder, in denen stets der Mensch im Vordergrund steht, spiegeln kraftvoll das ...