
Ottostraße 290762 Fürth/Bayern
Tel. 0911-97 92 22 90info@stadtmuseum-fuerth.de
Leiterin:Brenner-Wilczek
Di-Do, So+Ft 10-16 UhrSa 13-17 Uhr1. Do/Mt: 10-22 Uhr
www.stadtmuseum-fuerth.dewww.fuerth.de/De...2/411_read-3864/
Stadtmuseum Ludwig Erhard
Eine hohe Dichte an medialer Vermittlung und ausgesuchte Sinnesstationen (u.a. Duftstationen zu besonders relevanten Bereichen) unterstützen die thematische Rezeption. Das Museum ist nicht nur Zentrum für historische Belange der Stadt, sondern auch Begegnungsstätte kulturhistorisch interessierter Menschen, die Kommunikation und Auseinandersetzung mit der Geschichte suchen. Egal ob als Besucher der Ausstellungen, in einer der unterschiedlichen Führungen, oder als Teilnehmer des museumspädagogischen Angebotes im Stadtmuseum Fürth wird der geschichtliche Diskurs groß geschrieben. Kurse, Workshops, ein Virtual Classroom und eine kulturelle Veranstaltungsreihe sorgen dafür, dass sich das Museum zu einem echten Treffpunkt für Geschichte entwickelt hat. Ein Museumscafé, der gut bestückte Museumsshop sowie ein Tagungszentrum ergänzen das Angebot. Mehrfach im Jahr stattfindende Sonderausstellungen auf einer zusätzlichen Präsentationsfläche befassen sich jeweils vertiefend mit einem Teilaspekt lokaler Belange.
Der Namensgeber des Museums, Dr. Ludwig Erhard, ist als Vater des Wirtschaftswunders in die Geschichte eingegangen. Er wurde 1897 in Fürth geboren. Er besuchte die damalige Königliche Realschule mit Handelsabteilung, wo er sich als durchschnittlich begabt bewies. In ebendieser Realschule hat nach Sanierung heute das Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard seinen neuen Standort gefunden.
Ludwig Erhard promovierte zum Dr. rer. pol. und arbeitete zunächst in der Wirtschaft. Sein politischer Aufstieg nach dem zweiten Weltkrieg als Wirtschaftsminister im bayerischen Kabinett. Als Leiter der Kommission Finanzen mit der Vorbereitung der Währungsreform betraut, war er maßgeblich an der wirtschaftlichen Konsolidierung Deutschlands beteiligt. Als parteiloser Kandidat der CDU für den ersten deutschen Bundestag wurde er unter Adenauer Bundeswirtschaftsminister. Nach dem Rücktritt Adenauers wurde er zum Bundeskanzler gewählt und blieb es bis 1966. Ludwig Erhard starb 1977 in Bonn. Die Stadt Fürth ehrt Erhard mit dem Stadtmuseum als den bedeutendsten Wirtschaftspolitiker der Nachkriegsgeschichte und berühmten Sohn der Kleeblattstadt.
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