Schatten im Blick?

Wallraf-Richartz-Museum
28.9.2018-13.1.2019

Obermarspforten
50667 Köln

www.wallraf.museum

Di-Mi, Fr-So+Ft 10-18 Uhr
Do 10-21 Uhr

Die Spuren­suche nach einem be­son­ders flüch­tigen und schwierig dar­zu­stellen­den Zeit­ge­nossen, dem Schatten, ist eine ge­schicht­liche Ent­deckungs­reise, bei der die Besucher auf Meister wie Dürer, Rem­brandt, Saen­redam und de Lai­resse treffen.

Bild
Rembrandt, Die Landschaft mit den drei Bäumen, 1643, Radierung
Schatten im Blick? :: Ausstellung
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Die Ausstellung begibt sich auf die Spurensuche nach einem besonders flüchtigen und schwierig darzustellenden Zeitgenossen: dem Schatten. Es ist eine geschichtliche Entdeckungsreise, die in der frühen Neuzeit beginnt und bei der die Besucher auf Werke von Meistern wie Dürer, Rembrandt, Saenredam und de Lairesse treffen.

Nach dem Mittelalter, das den Schlagschatten gänzlich aus seinen Bildern gebannt hatte, begannen sich Künstler wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer eingehender mit der geometrischen Konstruktion von Schatten zu beschäftigen. Doch erst im 17. Jahrhundert entwickelte man allmählich auch ein theoretisches Verständnis, das die besonderen Projektionsverhältnisse im Sonnenlicht berücksichtigte.

Die Entwicklung der Schattendarstellung anhand von Graphiken nachzuvollziehen, unterscheidet sich von bisherigen an der Malerei orientierten Ansätzen, da gerade die Graphik auch als Illustrationsmedium eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft schlägt. Mit einem geschärften Blick für projektive Verhältnisse bringt die Ausstellung auch zahlreiche Kuriositäten zum Vorschein: Am rätselhaftesten dürfte dabei Jan Saenredams graphische Interpretation vom „Platonischen Höhlengleichnis” sein.