Sprühende Farbe, leuchtend und sinnlich

Peter August Böckstiegel, ein westfälischer Expressionist

Kunsthaus der Apolda Avantgarde
14.4.-16.6.2019

Bahnhofstraße 42
99510 Apolda

www.kunsthausapolda.de

Di-So+Ft 10-18 Uhr

Das Werk des west­fäli­schen Ex­pres­sio­ni­sten Peter August Böck­stiegel ent­wickelt sich in inten­siver Aus­ein­ander­setzung mit der deutschen und inter­natio­nalen Avant­garde seiner Zeit.

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Sprühende Farbe, leuchtend und sinnlich :: Ausstellung
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Das Werk des westfälischen Expressionisten Peter August Böckstiegel (1889-1951), dessen Nachlass seit 2008 von der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung erhalten wird, entwickelt sich in intensiver Auseinandersetzung mit der deutschen und internationalen Avantgarde seiner Zeit.

Böckstiegel lebt und arbeitet in den 1920er Jahren überwiegend in Dresden, kehrt aber in den Sommermonaten stets nach Arrode zu seiner Familie zurück. Seine Gemälde umkreisen die Themen des bäuerlichen Lebens und die westfälische Landschaft. Die vielfältigen Eindrücke in Arrode inspirieren ihn in den Wintermonaten im Dresdner Atelier zu zahlreichen druckgraphischen Arbeiten. Trotz seiner mittlerweile in ganz Deutschland zu sehenden Ausstellungen und der wachsenden Anerkennung versteht Böckstiegel sich ganz als westfälischer Künstler. Seine künstlerischen Themen wird er bis zu seinem Tod weiterverfolgen, auch wenn seine Kunst von den Nationalsozialisten als „entartet” diffamiert wird und er während der 1930er und 1940er Jahre kaum an seine künstlerischen Erfolge und die Produktivität früherer Jahre anknüpfen kann.

Die Zerstörung seines Ateliers in Dresden im Februar 1945 durch eine Fliegerbombe und der damit einhergehende Verlust eines großen Teils seines Frühwerks und plastischen Schaffens erschüttern Böckstiegel derart, dass er Dresden den Rücken kehrt und zurück nach Arrode, jetzt Werther, zieht. Dort baut er an sein Elternhaus ein großzügiges Atelier an, beginnt wieder, zu arbeiten und engagiert sich für die westfälische Künstlerschaft. Ihm bleiben jedoch nur wenige Jahre, er stirbt bereits 1951.