zeitgenössische Retusche einer Fotografie die im Otto-Lilienthal-Museum als CDV als Ausstellerausweis der Berliner Gewerbeausstellung vorhanden ist.
. Atelier Regis.
Modell des Luftfahrzeugs "La Paserola" von Bartolomeu Lourenço de Gusmão, 1709 - Modell von Harald Serowski, Berlin; für das Museum nach zeitgenössischen Abbildungen entworfen und gebaut. In der ständigen Ausstellung.
"Windblume" - Windspiel im Aeronauticon des Otto-Lilienthal-Museums
Entwurf: G. Maciejewski, Greifswald, Bau: Werkstatt Museum. Foto: Wittig.
Vakuum-Luftschiff des Francesco Lana de Terci (Modell) von H. Serowski für das Museum entworfen und gebaut, in der ständigen Ausstellung. Foto: Gühlke.
Modell der Postluftkugel "Minerva" Modell des Trickfilmszenographen Harald Serowski (die Fahrzeuge des Sandmännchens) nach zeitgenössischen Abbildungen 1784 ff, die "Ballonmanie" der Zeit karikierend. . Foto: Gühlke.
Modell "Großer Schlagflügelapparat" in der Ausstellungshalle des Museums. Foto: Schönherr/Macijewski Pressefoto.
Replik Vorflügelapparat am Hang. Foto: Otto-Lilienthal-Museum.
Otto Lilienthal mit kleinem Schlagflügelapparat in der Tongrube neben Fliegeberg. Der kleine Schlagflügelapparat wurde 1893 gebaut und zunächst ohne Motor erprobt. Es existiert eine Fotografie mit eingebautem Motor, jedoch kein Bild im Fluge. Foto: Ottomar Anschütz.
Kindergruppe vor dem Prototyp der TT-62, inzwischen gescheiterte Flugzeugentwicklung der Firma High Performance Aircraft aus Zirchow/Heringsdorf. Foto: Udo Zander.
Detail der Wanddampfmaschine Nr. 137,1889, Maschinenfabrik Otto Lilienthal. Foto: Frank Tynan, Australia.
Otto-Lilienthal-Museum
Anklam
Leben und Werk Otto Lilienthals, Beginn des Menschenflugs, Traum vom Fliegen, Rekonstruktionen aller Flugapparate Lilienthals.
Das Museum in der Geburtstadt des großen Flugpioniers ist wider Erwarten kein Flugzeugmuseum. Es beschreibt vielmehr einen alten Menschheitstraum, dessen Geschichte lange vor dem Zeitalter der Technik beginnt. Sagen, Legenden und angebliche Überlieferungen berichten zu allen Zeiten von mutmaßlich fliegenden Menschen. Sieht man die Figur Lilienthals in der Halle des Museums in seinem filigranen Apparat aus Weidenholz und Baumwollstoff Ikarus-gleich unter der gläsernen Decke schweben, versteht man, dass das Museum ihn am Scheitelpunkt zwischen der uralten Kulturgeschichte des Menschenflugs und der nur 100 Jahre alten Technikgeschichte des Flugzeugs sieht.
Mit Lilienthals freien und wiederholbaren Flügen in den Jahren 1891 bis 1896 in der näheren und weiteren Umgebung Berlins begann die licht- und schattenreiche Geschichte von Luft- und Raumfahrt. Ihre Fortsetzung wird in den USA als Nationalerbe gefeiert, die Gebrüder Wright, Schöpfer des Motorflugzeugs, als Verwirklicher des "amerikanischen Traums". In Deutschland ist man zu Unrecht bescheidener. Als "the Flying Man", und Begründer des Menschenflugs zählt Otto Lilienthal zu den weltbekannten Söhnen Deutschlands. Die Gebrüder Wright nannten sich seine Schüler. Das Museum in Lilienthals Geburtsstadt Anklam in Vorpommern unweit der Ostsee setzt Lilienthal ein würdiges Denkmal. Das Museum wurde 1996 durch die "Fédération Aéronautique Internationale" als "FAI rocognized Museum" geehrt und erhielt 1999 als erstes ostdeutsches Museum einen "European Museum of the Year Award".
Aber das Museum zeigt weit mehr als Flugzeuge. An einfachen Knopfdruckexperimenten kann man das von Lilienthal entschlüsselte Geheimnis des Flügels verstehen. Baukästen, eine Dampfmaschine und die Geschichte der Pressefotografie sind weitere Ausstellungsthemen. Es ist kaum bekannt, dass der Name Lilienthal mit vielen technischen, kulturellen und sozialen Neuerungen verbunden ist. Fast alle Baukastensysteme von Lego bis Fischer-Technik gehen auf Lilienthalsche Patente zurück. Mit der Entwicklung des "Kleinmotors System Lilienthal" schrieb er Dampfmaschinengeschichte. Seit 2004 besitzt das Museum das einzige erhaltene Exemplar, die Wanddampfmaschine Nr. 137 von 1889, die in Australien überlebt hat. Sie ist funktionstüchtig und wird bei Führungen in Bewegung gesetzt. Als Berliner Unternehmer führte Lilienthal in seiner Fabrik eine „Arbeiter-Gewinnbeteiligung“ ein, und in der Geschichte der Berliner Volksbühne kommt sein Name ebenfalls vor.
Auch das Flugzeug war für Lilienthal ein ”Kulturelement” mit dem er die erfüllte Vision vom Weltluftverkehr und die gescheiterte vom ewigen Frieden verband.
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