Mythos und Wahrheit

Der Deutsche Orden im Südwesten

Deutschordensmuseum
14.7.2019-26.1.2020

Schloß 16
97980 Bad Mergentheim

www.deutschordensmuseum.de

April bis Okt:
Di-So 10.30-17 Uhr

Nov bis März:
Di-Sa 14-17 Uhr
So 10.30-17 Uhr

Die Auf­nahme in den Deutschen Orden war für viele Adels­häuser eine ehren­volle Familien­tradi­tion. Die Aus­stellung informiert über die be­son­dere Rolle des Deut­schen Ordens im Süd­westen.

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Mythos und Wahrheit :: Ausstellung
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Anlässlich des Jubiläums „800 Jahre Deutscher Orden in Mergentheim” informiert die Ausstellung über die besondere Rolle des Deutschen Ordens im Südwesten und nimmt Bezug auf die Balleien (Provinzen) Elsaß-Burgund und Franken sowie das Deutschmeistertum um Mergentheim, einschließlich der zahlreichen Niederlassungen (Kommenden), die von Mainz und Frankfurt über Freiburg, die Insel Mainau und die oberrheinischen Besitzungen bis weit in die Schweiz hineinreichten.

Auch viele Adelsgeschlechter, die dem Orden über Jahrhunderte die Treue hielten, sind Teil dieser Ausstellung: zum Beispiel die von Hohenlohe, die von Seckendorff, von Eyb, von Roll zu Bernau und die Freiherrn von Baden. Die Aufnahme in den Deutschen Orden war für viele Adelshäuser eine ehrenvolle Familientradition. Auch Hochmeister stammten aus dem Südwesten, wie Konrad und Ulrich von Jungingen.

Oft saß der Deutsche Orden in Metropolen wie Freiburg, Frankfurt a.M. und Würzburg, wo er durch seine Vernetzung Reichspolitik mitgestaltete. Er fand sich aber auch in abgelegenen Regionen wie Altshausen oder Virnsberg. Dort sorgte er für Verwaltung, Rechtsprechung, und den wirtschaftlichen Aufschwung durch Hofhaltungen.

Stets trat der Deutsche Orden an seinen Niederlassungen als bedeutender Bauherr auf und trug zum imposanten Erscheinungsbild vieler Orte bei. Dazu beschäftigte er eigene Baumeister. So verewigte sich beispielsweise Blasius Berwart (1530-1589) im Mergentheimer Schloss mit einer Wendeltreppe, die eine Glanzleistung der Renaissance-Baukunst darstellt.