Museum Schloß Ludwigslust
das kleine Versailles des Nordens
Schloss Ludwigslust wurde von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin zwischen 1772 bis 1776 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch erbaut. Als Mittelpunkt einer barocken Stadtanlage mit einer der schönsten Parkanlagen des Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné (1756-1821) besitzt das herzogliche Barockschloss Ludwigslust ein einzigartiges Flair. Das Ensemble von Schloss, Park und Stadtanlage ist einmalig in Norddeutschland.
1837 wurde die Hofhaltung nach Schwerin zurückverlegt, seitdem diente das Schloss als Jagd- und Sommerresidenz.
Schrittweise museale Erschließung und Sicherung
Seit 1986 gehört Schloss Ludwigslust zum Staatlichen Museum Schwerin und wird schrittweise für Besucher museal erschlossen. Von der ursprünglichen Einrichtung haben sich in den bislang noch nicht restaurierten Räumen unter anderem Kamine, Spiegel und Supraporten, Parkettfußböden und Kronleuchter sowie Ornamente und Dekorationen aus Ludwigsluster Carton (Papiermaché) erhalten und prägen den Eindruck von Authentizität. Die historische, künstlerische und geistesgeschichtliche Dimension höfischen Residierens, Lebens und der fürstlichen Sammelleidenschaft wird im Schloss erlebbar.
Seit September 2011 wird der Ostflügel von Schloss Ludwigslust unter der Trägerschaft des Betriebs für Bau- und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern saniert und restauriert.
Die seit Mitte der 80er Jahre genutzten Museumsräume wurden zuvor von Restauratoren gesichtet, die wertvollen Tapeten und Fußböden vor den Baumaßnahmen gesichert.
Nachdem Proben entnommen und ausführlichen Untersuchungen durchgeführt wurden, haben die Restauratoren schließlich ein Restaurierungs- und Sanierungskonzept erstellt, das bis Mitte 2015 umgesetzt wird. Bis dahin sollen die Räume der ersten und zweiten Etage im Ostflügel bei laufendem Museumsbetrieb im Westflügel und geöffnetem Schlosscafé saniert und restauriert sein.
Der Goldene Saal bleibt voraussichtlich bis zum Frühjahr 2014 aufgrund statischer Ertüchtigungen geschlossen. Durch ein “Fenster” können die Museumsbesucher Arbeiten am Parkettfußboden im Goldenen Saal miterleben.
Die gesamte historische und kulturelle Vielschichtigkeit des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts
Voraussichtlich ab März 2016 werden herausragende Kunstwerke aller Gattungen an dem Ort präsentiert, mit dem sie durch die beiden Regenten Friedrich und Friedrich Franz I. und ihren Gemahlinnen Luise Friederike und Luise genuin verbunden sind.
Auf fast 3.000 Quadratmetern kann der Besucher Kunst höchsten Ranges erleben: die Menagerie-Serie Jean-Baptiste Oudrys, Uhren, Meissener Porzellane, Hamburger Silber- und Kunstkammerobjekte, Büsten Jean-Antoine Houdons, Architekturmodelle aus Kork, Elfenbeinarbeiten und eine komplett rekonstruierte Gemäldegalerie mit Werken der Hofmaler Matthieu, Findorff, Suhrlandt und Lisiewsky. Auch die Ludwigsluster Manufakturen sollen die ihnen gebührende Würdigung erfahren: die Möbel- und Bronzefabrik und allen voran die Fabrikation von Papiermaché.
Hinweis: Die historischen Räume im 1. und 2. Obergeschoss, darunter die Audienz und das Wohnzimmer des Herzogs, werden bis Ende 2015 saniert und restauriert. Der Goldene Saal, zwischen Ost- und Westflügel gelegen, wird ab Juli 2012 wieder geöffnet sein.