Museum Goch

(Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Goch)

Kastellstraße 9
47574 Goch

02823-9708-11
museum@goch.de

www.museum-goch.de
www.rheinischemuseen.de/museum/DE-MUS-054611

Di-Fr 10-17 Uhr
Sa-So 11-17 Uhr

Euro­päi­sche und inter­natio­nale Kultur vom spä­ten Mittel­alter bis in die Gegen­wart: spät­goti­sche Skulp­tur des Nieder­rhein, Künstler­gruppe ZERO, zeit­ge­nössi­sche Kunst, Skulp­turen­garten

Dreifaltigkeitsgruppe
Dreifaltigkeitsgruppe
Bild 2
Ferdinand Langenberg (1849-1931), Christuskopf (Ausschnitt), Eiche, um 1900
Außenansicht
Museum Goch :: Bildende Kunst
  • Mini-Map mit Marker
  • Facebook
Die Sammlung des Museums Goch spannt einen Bogen europäischer und internationaler Kultur vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart. Diese Vielfalt spiegelt sich unmittelbar in der Präsentation der Kunstwerke in der Sammlung. Hier begegnen sich die Jahrhunderte auf spielerische Weise. Dem Besucher wird dabei keine Deutung vorgegeben, sondern er erschließt sie sich selbst beim Durchstreifen der Räume. Er selbst bildet die Brücken zwischen den Werken und Zeiten.

Spätgotische Skulptur

Die spätgotische Skulptur des Niederrhein stellt einen bedeutenden Sammlungsschwerpunkt dar. Die Werke – Heiligenfiguren des 15. und 16. Jahrhundert - korrespondieren mit jenen Schnitzwerken der Neugotik, die durch den Nachlass des Gocher Bildhauers Ferdinand Langenberg die Stadt Goch zu einem Zentrum der neugotischen und historistischen Idee am Ende des 19. Jahrhunderts werden ließ.
Diesem bedeutenden Sammlungskonvolut schließt sich eine, vor allem in den vergangenen Jahren gewachsene Werkgruppe von Gemälden und Studien Eduard von Gebhardts an. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang auch die Bronze „Beethoven“ (1885/1902) von Max Klinger.

Künstlergruppe ZERO

In einer Werkgruppe der ZERO Künstler Otto Piene, Günther Uecker und Heinz Mack wird sehr anschaulich, wie bedeutend der künstlerische Ansatz der Düsseldorfer Künstlergruppe für die Kunst der 60er Jahre war und bis heute nachwirkt. In diesem Kontext stehen auch die Arbeiten von Rudolf Schoofs, von denen das Museum nicht nur eine große Anzahl an Gemälden und Arbeiten auf Papier, sondern darüber hinaus auch eine der wenigen Bronzeskulpturen besitzt.

Zeitgenössische Künstler

In diesem dialogischen Prinzip erschließt sich auch die Sammlung internationaler zeitgenössischer Künstler. Die große Leinwandarbeit „La Marcha“ (2001) des Kubaners René Francisco und das Altarmodell für Venlo (um 1890) von Ferdinand Langenberg spielen mit motivischen Parallelen. Die Fotoarbeiten von Mirko Martin aus der Serie „L.A. Crash“ (2008), „The holy city“ (2003) des südkoreanischen Bildhauers Dong-Yeon Kim oder auch „Paris“ (2000) des deutschen Künstlers Thitz stehen historischen Ansichten der Stadt Goch aus dem 18. und 19. Jahrhundert gegenüber.

Skulpturengarten

Das Museum wird von einem Skulpturengarten umgeben. Künstler wie Günter Zins, Fides Becker, Klara Heimbach, Lothar Götz oder Erich Krian haben hier dauerhaft ihre Arbeiten aufgestellt und in die Architektur eingefügt.

Selbstbild

Das Museum Goch definiert sich heute als Ort der Kommunikation. In der engen inhaltlichen Verknüpfung zwischen der ständigen Sammlung und den wechselnden Ausstellungen ist das Museum ein Ort des Nachdenkens über unsere Kultur. Im engen Austausch mit den Künstlern will es die Besucher für die drängenden Fragen unserer Zeit sensibilisieren. Ganz besonderes Anliegen ist ihm das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen, und es entwickelt immer neue Ideen, um auch die junge Generation für das Museum und die Kultur zu gewinnen.

Die Freunde des Museums finden sich im 1991 gegründeten „Verein der Freunde und Förderer des Gocher Museums e.V.“ wieder und genießen die exklusiven Angebote, wie Kunstreisen, Vorträge und Gespräche. Ebenso wie die Kunststiftung Goch, gegründet 2008, unterstützen die Freunde die Arbeit und Aufgaben des Museum.