Kloster Fürstenfeld, eine Gründung des 13. Jahrhunderts, zählt zu den großartigsten barocken Anlagen Bayerns und ist vor allem wegen seiner schönen Klosterkirche berühmt. Erbaut wurde diese von Giovanni Antonio Viscardi und Johann Georg Ettenhofer, mit Fresken hat sie Cosmas Damian Asam ausgestattet.
In den großzügigen Räumen der ehemaligen Klosterbrauerei befindet sich das Museum Fürstenfeldbruck und bietet mit den Abteilungen „Leben in Bruck um 1900“ und „Vor- und Frühgeschichte“ einen Überblick über wesentliche Bereiche städtischer und regionaler Geschichte.
Thematisches Herzstück des Museums ist die Darstellung von Geschichte und Kunst des ehemaligen Zisterzienserklosters Fürstenfeld. Prächtige Ausstattungsstücke, Gemälde und Dokumente aus dem Kloster erzählen von der bedeutenden Rolle, die das wittelsbachische Hauskloster in Bayern gespielt hat. Modellhafte Erläuterungen von Freskomalerei, Stuckdekor und Stuckmarmor geben eine Vorstellung vom künstlerischen Aufwand, mit dem höfische Repräsentation und barocke Frömmigkeit in Bayern um 1700 inszeniert wurden.
Hörstationen, Inszenierungen und interaktive Elemente dienen der anschaulichen Vermittlung und Vertiefung einzelner Themen in den Abteilungen.
Überregionale Bedeutung erlangt das Museum vor allem durch sein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm. Zwei bis drei Präsentationen im Jahr bieten anschauliche Informationen zu historisch, kunst- und kulturgeschichtlich relevanten Ereignissen und Persönlichkeiten der Region.
Ein umfangreiches museumspädagogisches Programm ist darauf ausgerichtet, die Themen der Ausstellungen und Museumsabteilungen altersgemäß zu vermitteln. Neben Führungen und Workshops finden auch Kinderaktionstage und Vorträge zu kulturellen Themen statt.
Im Museumsshop findet der Besucher vor allem Bücher zu Kloster Fürstenfeld und zur Orts- und Kulturgeschichte der Region, kleine kunsthandwerkliche Dinge und natürlich Kunstkarten. Der kleine, liebevoll eingerichtete Laden hat sich zum Geheimtipp für Leute entwickelt, die ein besonderes Geschenk suchen oder an kunsthandwerklichen Objekten interessiert sind.
Das Museum Fürstenfeldbruck ist bequem mit der S4 zu erreichen. Vom S-Bahnhof führt ein schöner, 10-minütiger Weg zur Klosteranlage. Mit seinen gemütlichen Gaststätten und Biergärten ist Fürstenfeld Ziel und Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wander- und Fahrradwege durch die weitläufigen Amperauen.
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