
Melanchthonstraße 175015 Bretten
Tel. 07252-9441-0info@melanchthon.com
Februar bis November: Di-Fr 14-17 Uhr Sa-So 11-13 u. 14-17 UhrDezember bis Januar:
Melanchthonhaus
Eine mächtige Trutzburg des Geistigen inmitten anheimelnder Fachwerkgebäude? Das Melanchthonhaus setzt zweifellos einen bemerkenswerten architektonischen Akzent am Brettener Marktplatz. Die Erinnerungsstätte an den bekanntesten Sohn der Stadt, jenen Philipp Schwartzerdt, der sich später griechisch Melanchthon nannte, sollte Erhabenheit ausstrahlen. So wollten es jene, die dem Reformator und Universalgelehrten vor mehr als einhundert Jahren in der Stadt dieses bauliche Denkmal setzten. Doch wer war dieser Philipp Melanchthon, der im Kindesalter bereits versiert in lateinischer Sprache parlierte und als einer der größten Denker seiner Zeit galt? Um den Lebensweg Melanchthons zu verfolgen, bedarf es in Bretten keines aufwendigen Literaturstudiums. Der Besuch des Melanchthonhauses schlägt einen wahren Bilderbogen des Lebens und Werkes Melanchthons auf. Philipp Melanchthon wurde am 16. Februar 1497 in Bretten geboren. Keine 13 Jahre alt begann Melanchthon in Heidelberg sein Studium. Weil man ihn dort für zu jung hielt, wechselte er später nach Tübingen. Als Professor wirkte Philipp Melanchthon über 40 Jahre an der Universität in Wittenberg. Die aus dieser Zeit stammenden Bildungsreformen, die dem humanistischen Ideal folgten, machen ihn zur zentralen Gestalt im deutschen Schul- und Universitätswesen. Melanchthon rang zusammen mit Martin Luther um eine Erneuerung der Kirche. Mit seiner Politik zielte der Reformator Philipp Melanchthon darauf, die drohende Spaltung der Kirche und des Reiches zu verhindern. Für den Augsburger Reichstag von 1530 verfasste Melanchthon als führender Theologe seine berühmte Confessio Augustana. In dieser Bekenntnisschrift formulierte er die Grundsätze des evangelischen Glaubens, ohne die römische Gegenseite zusätzlich zu provozieren. So wird Melanchthon bis heute als ein Vater der ökumenischen Bewegung verstanden. Philipp Melanchthon starb am 19. April 1560 in Wittenberg.
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