Mahlzeit. Ernährung bei den Kelten

Keltenwelt am Glauberg
28.4.-17.9.2017

Am Glauberg 1
63695 Glauburg

www.keltenwelt-glauberg.de

Di-So 10-18 Uhr

Was kam vor 2.500 Jahren auf den Tisch in einer Zeit, als Kar­tof­feln, Mais und Toma­ten noch unbe­kannt waren? Neue Funde von Pflan­zen, Tier- und sogar Men­schen­knochen aus Aus­gra­bun­gen geben dazu Aus­kunft.

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    Mahlzeit. Ernährung bei den Kelten :: Ausstellung
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    Essen hält Leib und Seele zusammen – das wussten offensichtlich schon die Kelten, also jene Bevölkerung Mitteleuropas, von denen die Griechen viel Erstaunliches berichteten. Und dies auch in Bezug auf ihre Tischsitten: „Sie gießen den Wein, der von Kaufleuten eingeführt wird, unvermischt hinunter und nehmen das Getränk, dem sie so ergeben sind, in Übermaß zu sich, bis sie berauscht in Schlaf versinken oder in einen Zustand des Wahnsinns geraten.” (Diodor)

    Doch mit welchen Getränken „versüßte” sich die keltische Elite am Glauberg tatsächlich den Alltag? Was kam vor 2.500 Jahren auf den Tisch in einer Zeit, als Kartoffeln, Mais und Tomaten noch unbekannt waren? Neue Funde von Pflanzen, Tier- und sogar Menschenknochen aus Ausgrabungen geben dazu Auskunft. Sie zu analysieren und gleichsam zum Reden zu bringen, ist Aufgabe von Botanikern, Zoologen und Anthropologen. Wie diese Forschungszweige modernster Bio-Archäologie heute arbeiten und zu welchen spannenden Ergebnissen sie dabei gelangen, ist ebenfalls Inhalt der Themen-Ausstellung in der Keltenwelt am Glauberg.

    Zu bestaunen ist zudem aufwändig verziertes Tafelgeschirr, das verstorbenen Kelten mit ins Grab folgte. Es illustriert die Kunstfertigkeit der eisenzeitlichen Handwerker, die zeitlos schöne und praktische Dinge schufen. Zu den Besonderheiten der Ausstellung zählen zweifelsohne die einmaligen Überreste von Speisen und Holzgeschirr aus der keltischen Saline von Bad Nauheim. Die Ausstellung präsentiert zudem Fundstücke, die belegen, dass Gewürze und Früchte aus dem mediterranen Raum lange vor den Römern ihren Weg nach Hessen gefunden haben und Rückschlüsse auf die Handelsverbindungen und die Sozialstruktur der Kelten erlauben.