König-Otto-von-Griechenland-Museum
Südöstlich von München gelegen, verdankt die Gemeinde Ottobrunn ihren Namen König Otto von Griechenland, dem Sohn des Königs Ludwig I. von Bayern. Deshalb werden Erinnerungen an die historischen bayerisch-griechischen Beziehungen und speziell an Otto in Ottobrunn in einem Museum gesammelt.
In diesem Museum kann — beginnend mit dem Philhellenismus in Europa und dem griechischen Freiheitskampf 1821 bis 1828 gegen die osmanische Herrschaft — die ganze Regierungszeit Ottos mit ihren innenpolitischen Erfolgen und ihrem außenpolitischen Scheitern unmittelbar verfolgt und nacherlebt werden. Unter den kostbaren Ausstellungsstücken sind Silber von der königlichen Tafel in Athen, das offizielle Siegel des Königreichs Griechenland, höfisches Porzellan der Manufaktur München-Nymphenburg und herausragende zeitgenössische Gemälde zu sehen. Abschliessend zeigt das Museum die Auswirkungen der Zeit Ottos auf Griechenland in Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst bis in die Gegenwart.
Die 30 Jahre der Regierungszeit Ottos von 1832 bis 1862 waren innenpolitisch sehr erfolgreich. 1999 würdigte der damalige Staatspräsident der Griechischen Republik, Konstantinos Stephanopoulos, Otto in München so: „Ich weiß nicht, wie sehr die Griechen Otto geliebt oder nicht geliebt haben. Ich weiß aber ganz genau, wie sehr Otto Griechenland und die Griechen geliebt hat. Er wurde zutiefst Grieche, das Sprachrohr der griechischen Sehnsüchte, das Sprachrohr der Großen Nationalen Idee zur Befreiung auch der übrigen unterworfenen Gebiete der Heimat (...). Sicher ist, dass er dem Lande gedient hat, dass er einen Staat aus dem Nichts wieder aufgebaut hat;bei Null angefangen, konnte er eine Verwaltung, eine Justiz, eine Armee aufbauen; er konnte den Staat organisieren und seinen Dienstleistungen einen ersten Anstoß geben.“