Jugend im Gleichschritt!?

Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Realität

NS-Dokumentationszentrum
16.9.2016-12.3.2017

Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

www.nsdok.de

Di-Fr 10-18 Uhr
Sa-So 11-18 Uhr

Das öffent­liche Bild von der Hitler­jugend als all­mäch­tige Insti­tution, der man sich als Jugend­licher nicht zu ent­ziehen ver­mochte, ist bis heute geprägt von den Propa­ganda­auf­nahmen der Natio­nal­sozia­isten. So gleich­förmig „aus­ge­richtet”, wie es diese Bilder glauben machen wollen, war die Hitler­jugend jedoch nicht.

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Jugend im Gleichschritt!? :: Ausstellung
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Zwischen 1933 und 1945 war die Hitlerjugend die mitgliederstärkste Organisation im NS-Staat. Als das „Volk von morgen” standen die Jugendlichen im Fokus der NS-Politik. Das öffentliche Bild von der Hitlerjugend als allmächtige Institution, der man sich als Jugendlicher nicht zu entziehen vermochte, ist bis heute geprägt von den Propagandaaufnahmen der Nationalsozialisten.

So gleichförmig „ausgerichtet”, wie es diese Bilder glauben machen wollen, war die Hitlerjugend jedoch nicht. Sie war vielmehr gekennzeichnet von unterschiedlichen Lebenswelten, in denen die Jugendlichen aufwuchsen. Es bedeutete einen großen Unterschied, ob man in der Stadt oder auf dem Land aufwuchs, aus dem Bürgertum oder der Arbeiterschaft stammte. Auch die drei Erziehungsinstanzen Familie, Schule und Kirche hatten einen großen Einfluss. Mit ihnen stand die Hitlerjugend in ständiger Konkurrenz bei dem Versuch, ihren Totalitätsanspruch in der Erziehung der Jugend durchzusetzen.