Indonesien

Kunst und Kult vom Inselreich

Museum der Völker
26.11.2016-21.5.2017

St. Martin 16
6130 Schwaz

www.museumdervoelker.com

tägl. 10-18 Uhr

Im Mittel­punkt der Schau stehen Objekte, die im ritu­ellen Zu­sam­men­hang Ver­wen­dung fanden: Ahnen­figuren der Dayak, Masken der Toraja, aber auch Stoffe und Gewebe der Sumba.

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    Indonesien :: Ausstellung
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    Mit seinen mehr als 17.000 Inseln und 240 Millionen Einwohnern gehört Indonesien zu den größten Staaten der Welt. Vor diesem Hintergrund ist es fast unmöglich, ein umfassende Ausstellung über die materielle Kunst seiner Völker machen zu wollen.

    Das MdV hat deshalb verschiedene Aspekte herausgegriffen und Exponate von einigen besonders interessanten Ethnien ausgewählt. Diese stammen aus einer österreichischen Privatsammlung und sind über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten zusammengetragen worden. Im Mittelpunkt der Schau stehen Objekte, die im rituellen Zusammenhang Verwendung fanden: Ahnenfiguren der Dayak, Masken der Toraja, aber auch Stoffe und Gewebe der Sumba. Architekturelemente und Sargteile zeigen eindrucksvoll, auf welch hohem Niveau sich die Handwerker und Künstler der Inselwelt befunden haben.

    Politische Gegebenheiten und die Besiedlung Indonesien durch muslimische Einwanderer haben dazu geführt, dass die ethnologischen Objekte immer mehr in den Hintergrund gedrängt wurden und deren Wertschätzung erlosch. In einigen Gebieten, so bei den Toraja, hat der Tourismus zu einer Renaissance der Architektur und verschiedener Traditionen geführt. In anderen Regionen war das nicht der Fall. Das Selbstbewusstsein der Toraja hat zu einer Rückbesinnung der Menschen auf ihre Traditionen geführt, bei den Batak auf Sumatra war das in einem weit geringeren Ausmaß der Fall. Diese beiden Völker konvertierten schon im 19. Jh. zum Christentum und modifizierten ihre autochthonen Werte.

    Die Ausstellung im Museum der Völker gibt einen Überblick über die materiellen Künste Indonesiens, wobei kleine Kultobjekte genau so zu sehen sind wie großformatige Ahnenfiguren und Götterbilder.