In aller Munde
Süßwaren in der Kunst
In unserer erlebnisorientierten Gesellschaft sind Kochen, Essen und Trinken in den letzten Jahren zu Topthemen geworden. Das Material Nahrungsmittel ist in der zeitgenössischen Kunst gleichermaßen überreich vertreten. Doch Speis und Trank haben als Thema mit kulturanthropologischer Bedeutung in der Kunstgeschichte eine Jahrhundert alte Tradition, die von antiken Wandmalereien über das barocke Vanitas-Stillleben bis in die Moderne reicht. Damals wurden die Lebensmittel vorwiegend in Öl auf Leinwand angerichtet.
Erst die Künstleravantgarde des 20. Jahrhunderts ging dazu über, alimentäre Werkstoffe direkt zu servieren, um dadurch zu einer radikalen Überwindung des traditionellen Kunstwerk-Status beizutragen. Während bis ins 20. Jahrhundert nur selten Nahrungsmittel verarbeitet wurden, waren es vor allem Süßigkeiten, die seit dem Mittelalter als plastisches Material für opulente Inszenierungen wiederholt Verwendung fanden. Denn Zucker diente bis zum Beginn der Industrialisierung als luxuriöses Genussmittel und Statussymbol mit hohem sozialem Prestige. Heute sind aus Süßwaren billige Massenkonsumartikel geworden.
Die Ausstellung befasst sich mit einem künstlerischen Material, das als Momento mori et vivendi an der elementaren Schnittstelle von Kunst und Leben steht: Den Süßwaren. Die Ausstellung ist nicht enzyklopädisch angelegt, sondern konzentriert sich anhand unterschiedlicher künstlerischer Positionen auf verschiedene, formal und inhaltlich differenzierte Themenaspekte.
Erst die Künstleravantgarde des 20. Jahrhunderts ging dazu über, alimentäre Werkstoffe direkt zu servieren, um dadurch zu einer radikalen Überwindung des traditionellen Kunstwerk-Status beizutragen. Während bis ins 20. Jahrhundert nur selten Nahrungsmittel verarbeitet wurden, waren es vor allem Süßigkeiten, die seit dem Mittelalter als plastisches Material für opulente Inszenierungen wiederholt Verwendung fanden. Denn Zucker diente bis zum Beginn der Industrialisierung als luxuriöses Genussmittel und Statussymbol mit hohem sozialem Prestige. Heute sind aus Süßwaren billige Massenkonsumartikel geworden.
Die Ausstellung befasst sich mit einem künstlerischen Material, das als Momento mori et vivendi an der elementaren Schnittstelle von Kunst und Leben steht: Den Süßwaren. Die Ausstellung ist nicht enzyklopädisch angelegt, sondern konzentriert sich anhand unterschiedlicher künstlerischer Positionen auf verschiedene, formal und inhaltlich differenzierte Themenaspekte.
Ort der Ausstellung:
Museum Villa Rot, BurgriedenSie sind noch nicht dabei?
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