Ich und mein Selfie

Künstlerselbstporträts von Liebermann bis Immendorff. Werke aus der Sammlung Leonie Freifrau von Rüxleben

Kunsthaus der Apolda Avantgarde
30.9.-16.12.2018

Bahnhofstraße 42
99510 Apolda

www.kunsthausapolda.de
kunsthausapolda.de/ich-und-mein-selfie/

Di-So+Ft 10-18 Uhr

Aus­druck und Form der Künstler­selbst­bildnisse haben sich im Laufe der Geschichte stetig verändert und ihrer Zeit angepasst. Die Liste der Künstler, deren Werke in der Aus­stellung zu sehen sind, liest sich wie ein „Who Is Who” der jüngeren deut­schen und inter­natio­nalen Kunst­ge­schichte.

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Ich und mein Selfie :: Ausstellung
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Seit seiner Entstehung im späten 15. Jahrhundert entwickelte sich das Selbstporträt in der europäischen Kunst zu einem der wichtigsten Genres, denen sich die Künstler immer wieder gewidmet haben. Es diente zur Repräsentation des Künstlers zu „Werbezwecken”, zur Betonung seines gesellschaftlichen Status, zur Auseinandersetzung des Künstlers mit sich selbst und häufig zur Inszenierung der eigenen Person und des eigenen Künstlertums. Berühmt für ihre begnadeten und obsessiven Selbstoffenbarungstendenzen sind nach Rembrandt und später Frida Kahlo Künstler wie etwa Lovis Corinth, Johannes Grützke und Rudolf Hausner.

Ausdruck und Form der Künstlerselbstbildnisse haben sich im Laufe der Geschichte stetig verändert und ihrer Zeit angepasst. Doch die Darstellungskategorien der „alten Meister” haben bis in unsere Gegenwart überlebt: Der Künstler im Spiegel, der Künstler im Atelier, mit Modell oder mit der Familie, der Künstler im Angesicht des Todes oder der Künstler als lebensfroher Genussmensch.

Die Getreidemaklerin Leonie Freifrau von Rüxleben (1920-2005) steht mit ihrer Sammelleidenschaft somit in einer langen Tradition. Sie konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf Künstler des 20. Jahrhunderts, zu denen sie in vielen Fällen in persönlichem Kontakt stand. Andere Werke, etwa die der klassischen Moderne wie von Corinth, Liebermann und Christian Schad erstand sie in Galerien und auf Auktionen. So entstand eine umfangreiche Sammlung von Zeichnungen, Grafiken, Fotografien und Plakaten von 1400 internationalen Künstlern.

Die Liste der Künstler, deren Werke in der Ausstellung zu sehen sind, liest sich wie ein „Who Is Who” der jüngeren deutschen und internationalen Kunstgeschichte: Max Liebermann, Marie Laurencin, Renée Sintenis, Otto Dix, George Grosz, Max Pechstein, Max Beckmann, Käthe Kollwitz, René Magritte, Salvador Dali, Bernhard Heisig, Werner Tübke, Rudolf Hausner, Ernst Fuchs, Dieter Roth, Günter Uecker, Harald Metzkes, Paul Wunderlich, Horst Janssen, Günter Grass, Johannes Grützke, Jörg Immendorff und Elvira Bach. Darunter befinden sich aber auch prominente Multitalente wie Armin Mueller-Stahl, Amanda Lear und Udo Lindenberg.