Hirsch Aub

Porträt eines Rabbiners

Jüdisches Museum München
11.10.2017-29.4.2018

St.-Jakobs-Platz 16
80331 München

www.juedisches-museum-muenchen.de

Di-So 10-18 Uhr

Die im Zuge der Eman­zi­pation jüdi­scher Bürger ein­setzen­de Reform­bewe­gung inner­halb des Juden­tums ging vieler­orts nicht konflikt­frei von­statten. Durch seine klare Posi­tio­nie­rung zur tradi­tio­nellen Reli­gions­aus­übung gelang es Aub, die Einheit der jüdi­schen Ge­meinde in Mün­chen zu wahren.

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Hirsch Aub :: Ausstellung
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Als sich 1825 in München der Anwärter auf das Rabbineramt Hirsch Aub gegen 13 weitere Kandidaten durchsetzte, begründete dies eine 45 Jahre andauernde Ära, in der der Rabbiner seine Gemeinde durch bewegte Zeiten leiten sollte. Die im Zuge der Emanzipation jüdischer Bürger einsetzende Reformbewegung innerhalb des Judentums ging vielerorts nicht konfliktfrei vonstatten, sowohl in den Gemeinden selbst als auch in Bezug auf die christlichen Kirchen.

Durch seine klare Positionierung zur traditionellen Religionsausübung, die sich dennoch einigen Elementen der neuen Gottesdienstform offen gegenüber zeigte, gelang es Aub, die Einheit der jüdischen Gemeinde in München zu wahren und gleichzeitig Wohlwollen und Anerkennung auf staatlicher Seite zu gewinnen.

Eine Schenkung des Jewish Museum New York, ein großformatiges Porträtgemälde Hirsch Aubs um 1850, ermöglicht es dem Jüdischen Museum München nun, Münchens prägenden Rabbiner angemessen in Szene zu setzen und im Rahmen einer Studienraumausstellung zu präsentieren.