Österreichisches TheaterMuseumLobkowitzplatz 21010 Wien
Heinrich von Kleist, 1777-1811
Ein freier denkender Mensch bleibt da nicht stehen, wo der Zufall ihn hinstößt; oder wenn er bleibt, so bleibt er aus Gründen, aus Wahl des Bessern.
Als Kleist im Mai 1799 diese Worte an seine Schwester Ulrike schrieb, hatte er gerade seine Wahl getroffen, sich dem Zufall, seiner durch Herkunft und Tradition vorbestimmten Rolle, entgegengestellt und mit der Verwirklichung seines eigenen Lebensplans begonnen: Nach sieben unwiederbringlich verlornen Jahren im preußischen Militärdienst bat Kleist 1799 um Demissionierung und schrieb sich an der Universität seiner Heimatstadt Frankfurt an der Oder als Student ein. Die Selbstgewissheit, den richtigen Lebensweg gefunden zu haben, hielt nicht lange; schon nach drei Semestern brach Kleist sein Studium ab und zu neuen Ufern auf.
Als Leitmotiv der Ausstellung anlässlich des Kleistjahres 2011 dienen die Selbstäußerungen Kleists in seinen Briefen, in all ihrer Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit. So entsteht ein Bild des Dichters, das ergänzt wird mit Exkursen zu einigen seiner Dramen, zum Beispiel dem am 17. März 1810 im Theater an der Wien uraufgeführten Käthchen von Heilbronn, und mit Beispielen seiner journalistischen Tätigkeit als Herausgeber der ersten Boulevard- und Tageszeitung Berlins. Die gezeigten Exponate reichen vom Autographen des Zerbrochnen Krugs, einem der wenigen überlieferten Originalmanuskripte Kleists (eine Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz), über wertvolle Handschriften aus Wiener und Frankfurter Beständen bis zu den seltenen materiellen Spuren seines Lebens.
Als Kleist im Mai 1799 diese Worte an seine Schwester Ulrike schrieb, hatte er gerade seine Wahl getroffen, sich dem Zufall, seiner durch Herkunft und Tradition vorbestimmten Rolle, entgegengestellt und mit der Verwirklichung seines eigenen Lebensplans begonnen: Nach sieben unwiederbringlich verlornen Jahren im preußischen Militärdienst bat Kleist 1799 um Demissionierung und schrieb sich an der Universität seiner Heimatstadt Frankfurt an der Oder als Student ein. Die Selbstgewissheit, den richtigen Lebensweg gefunden zu haben, hielt nicht lange; schon nach drei Semestern brach Kleist sein Studium ab und zu neuen Ufern auf.
Als Leitmotiv der Ausstellung anlässlich des Kleistjahres 2011 dienen die Selbstäußerungen Kleists in seinen Briefen, in all ihrer Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit. So entsteht ein Bild des Dichters, das ergänzt wird mit Exkursen zu einigen seiner Dramen, zum Beispiel dem am 17. März 1810 im Theater an der Wien uraufgeführten Käthchen von Heilbronn, und mit Beispielen seiner journalistischen Tätigkeit als Herausgeber der ersten Boulevard- und Tageszeitung Berlins. Die gezeigten Exponate reichen vom Autographen des Zerbrochnen Krugs, einem der wenigen überlieferten Originalmanuskripte Kleists (eine Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz), über wertvolle Handschriften aus Wiener und Frankfurter Beständen bis zu den seltenen materiellen Spuren seines Lebens.
Ort der Ausstellung:
Österreichisches TheaterMuseum, WienWebmuseen Service
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