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Hegel-Haus

Stuttgart

PersonenmuseumStuttgart
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Eberhardstraße 5370173 Stuttgart

Tel. 0711-216-6733stadtarchiv@stuttgart.de

Mo-Mi, Fr 10-17.30 UhrDo 10-18 UhrSa 10-16 Uhr

de.wikipedia.org/wiki/Hegel-Haus

Hegel-Haus

Ob der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel der bedeutendste Stuttgarter war und ist, darüber läßt sich streiten. Daß er bei seinem Tod, ja bereits in seinen letzten Berliner Lebensjahren, zum wirkungsmächtigsten Philosophen seiner Zeit, zu einem »europäischen Ereignis«, wie es Nietzsche formulierte, geworden war, ist unbestritten. Geboren wurde Georg Wilhelm Friedrich Hegel am 27. August 1770 in der Eberhard- straße 53, im heutigen Hegelhaus.

In seiner Vaterstadt Stuttgart besuchte er das Gymnasium Illustre, aus dem das spätere Eberhard-Ludwigs-Gymnasium hervorging, bevor er mit 18 Jahren zum Studium der Theologie nach Tübingen überwechselte. Während seines Studiums an der Landesuniversität lebte Hegel im berühmten Evangelischen Stift. Hier schloß er mit dem gleichaltrigen Hölderlin und dem fünf Jahre jüngeren Schelling, die mit ihm das Zimmer teilten, Freundschaft. Hegels weitere Lebensstationen nach seiner Abschlußprüfung als
Magister 1793 in Tübingen verliefen wenig spektakulär:

Hauslehrer in Bern und Frankfurt 1793-1800
Privatdozent in Jena 1801-1807
Redakteur in Bamberg 1807-1808
Rektor in Nürnberg 1808-1816
Professor in Heidelberg 1816-1818.

Nichts deutete auf die große Stellung und Wirkung hin, die er einmal im geistigen Leben seiner Zeit einnehmen sollte. Das sollte sich erst mit seiner Berufung
an die Universität Berlin, 1818, schlagartig ändern.
Sehr bald nämlich wurden seine Auftritte als akademischer Lehrer zu einem öffentlichen Ereignis. Zahlreiche Hörer und Studenten aus fast ganz Europa fanden sich ein, um Hegel zu hören, der vom Katheder aus die Universalität seines ungeheuren Wissens entfaltete.
;Neben seinen Vorlesungen wirkte Regel auch durch seine umfangreichen Bücher, angefangen von der 1807 erschienen » Phänomenologie des Geistes« über Wissenschaft der Logik« bis hin zu den » Grundlinien der Philosophie des
Rechts« aus dem Jahre 1821, um nur ein paar Titel zu nennen.
.Auch außerhalb seines akademischen Wirkungskreises in Berlin übte Hegel, einen ungeheuren Einfluß aus, der noch lange nach seinem Tod anhielt.
Vor allem die revolutionären Denker des 19. Jahrhunderts, wie z.B. Kierkegaard
oder Marx, setzten sich intensiv mit dem gewaltigen Gedankenbau Hegels
auseinander. Für Lenin war Regel Pflichtlektüre, um Marx zu verstehen.
Die Hegel-Gedenkstätte befindet sich im 1. und 2. Obergeschoß. In sechs Räumen wird Leben und Werk des Philosophen dargestellt. Didaktiktafeln bieten einen einführenden Text zu jeder Themengruppe, der durch Daten zu Hegels Leben und parallelen Zeitereignissen ergänzt wird. . Die Ausstellung im Erdgeschoß bietet einen historischen Streifzug durch » Stuttgart zur Zeit Hegels 1770-1831«.
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