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SchmiedewerkstätteNeuburg/Kammel
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Naichen 386476 Neuburg/Kammel

Tel. 08283-928606hsn@bezirk-schwaben.de

Leitung:Dr. Elisabeth Plößl

So nach Ostern bis 1. So/Nov:  So 13-17 UhrÜbrige Zeit:  geschlossen

www.hammerschmiede-naichen.dewww.museen-in-ba...s/museum.php?712www.schwaebische...kskundemuseum.dewww.museen-in-ba...s/museum.php?348

Hammerschmiede und Stockerhof Naichen

Ein Museum des Bezirks Schwaben

Hammerschmiede und Stockerhof im Ortsteil Naichen von Neuburg an der Kammel bilden ein einzigartiges technikgeschichtliches und bauhistorisches Ensemble.

1839 erbaute der Schmied Michael Kleiner dort eine neue Hammerschmiede und ein Wohn- und Ökonomiegebäude, den „Stockerhof”. Heute dienen beide als Museum und bilden eine Außenstelle des Schwäbischen Volkskundemuseums Oberschönenfeld.

Der Stockerhof

Das restaurierte Gebäude, ehemals mit Wohnung, Stall und Stadel sowie Verkaufsraum für die Schmiede, ist im äußeren Erscheinungsbild nahezu unverändert aus der Erbauungszeit überliefert. Der Hof wird seit 1998 für Sonderausstellungen und für Veranstaltungen genutzt.

Schmiedewerkstatt und Landmaschinenhandel

Das Schmiedegebäude brannte 1922 nieder, wurde danach neu aufgebaut und technisch modernisiert. Anstelle der Wasserräder und der über eine Nockenwelle angetriebenen Schwalbenschwanzhämmer erwarb Serafin Stocker sen. eine Turbine, die über eine Transmissionsanlage die Kraft auf heute 12 Maschinen sowie den mit Blattfedern ausgerüsteten Krafthammer überträgt.

Da der letzte Schmied, Serafin Stocker jun. (1900-1982), bis 1980 mit dieser Technik Werkzeuge und Geräte herstellte sowie Reparaturen durchführte, blieb die Werkstatt mit dem Landmaschinenhandel nahezu unverändert erhalten. Die museale Präsentation entspricht deshalb etwa der Situation um 1975.

Energieerzeugung früher und heute

Zum Antrieb der Maschinen und zur Stromerzeugung auf dem gesamten Anwesen liefert die Wasserkraft der Kammel die Energie. Anstelle der historischen Turbine, die nur noch zu Saisonbeginn und –ende sowie am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag) die originalen Maschinen über die Transmission in Bewegung setzt, wird jetzt mittels einer modernen, leistungsstarken Turbine in einem Kleinkraftwerk Strom erzeugt.

Im neuen Turbinenhaus können Besucher auch sehen, wie vor der Erbauung des automatischen Schlauchwehrs das alte Steckschützenwehr von Hand zur Regulierung der Wasserkraft bedient werden musste.

Die Schmiedewohnung

Die über der Schmiede liegende Wohnung mit fast vollständiger originaler Ausstattung vermittelt einen Eindruck vom Alltag des Ehepaars Stocker in den 1960er Jahren. Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Gesellenzimmer zeigen, wie eng Handwerksbetrieb und häuslicher Alltag miteinander verflochten waren.

Ein Bad gab es nicht, dafür fließendes Wasser in der Küche mittels einer Pumpe. Deutlich wird besonders die Arbeit der Schmiedeehefrau Theresia Stocker (1907-1988), die unverzichtbar zur Aufrechterhaltung des Betriebes war.
Hinweis: Am 1. und 3. Sonntag im Monat Schmiedevorführung
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