Gerhard Kettner. Zeichnungen

Leonhardi-Museum
1.12.2018-3.3.2019

Grundstraße 26
01326 Dresden

www.leonhardi-museum.de

Di-Fr 14-18 Uhr
Sa-So 10-18 Uhr

In seinen Zeich­nun­gen ver­mittelt sich Kettners Neugier für alle Spiel­arten mensch­lichen Stehens, Gehens und Seins, sein immer wieder aufs Neue wach­ge­rufenes, echtes Inter­esse am Gegen­über.

Bild
Rolf Hoppe, nach links blickend, 2.1.1990, schwarze Kreide
Gerhard Kettner. Zeichnungen :: Ausstellung
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Gerhard Kettner (1928-1993) wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden. Seine Werke, darunter Interieurs, Landschaften, Akte und vor allem Porträts, haben es verdient, von jeder Generation erneut betrachtet und damit geistig in Besitz genommen zu werden.

Vor allem Personen aus dem Familien- und Freundeskreis zeichnete Kettner so oft, bis er einen von Indifferenz und Zufällen bereinigten, gültigen Ausdruck für seine Wahrnehmung gefunden hatte. In eindrücklichen Selbstbildnissen forschte er den Spuren des Lebens im eigenen Gesicht nach. Daneben entstanden spielerisch freie Blätter, in denen er mit dem Stift gleichsam fabulierte. In diesen Zeichnungen vermittelt sich Kettners Neugier für alle Spielarten menschlichen Stehens, Gehens und Seins, sein immer wieder aufs Neue wachgerufenes, echtes Interesse am Gegenüber.

Kettner selbst stand über seine Lehrer Max Schwimmer und vor allem Hans Theo Richter in der Dresdener Kunsttradition und suchte darüber hinaus Anregung in der gesamten europäischen Kunstgeschichte.