Gerd Rohling. Der Sprung

Museum der bildenden Künste Leipzig
26.9.2018-6.1.2019

Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

www.mdbk.de

Mo geschlossen
Mi 12-20 Uhr
Di, Do-So+Ft 10-18 Uhr

Erst­mals wird nun Gerd Roh­lings Inter­vention, in der ein Kampf­hund eine beson­dere Rolle spielt, auf dem Berliner Floh­markt der Wende­zeit als künst­leri­sche Arbeit in einem Museum ge­würdigt.

Bild
Gerd Rohling, Der Sprung (Detail), 1992, Privatbesitz
Gerd Rohling. Der Sprung :: Ausstellung
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Gerd Rohling (*1946) hat 1992, als Berlin sich durch den Mauerfall und die Wiedervereinigung in einem anarchischen Zustand des Umbruchs befand, auf einem Flohmarkt im Wedding, wo er lebt und arbeitet, eine brisante Installation geschaffen. Die ephemere Ausstellung (sie dauerte nur zwei Tage lang) mit rund 20 Arbeiten des Künstlers war im Sinn einer sozialen Skulptur im urbanen Raum aufgestellt – zwischen Imbiss, Toilettencontainer, Kirche und Spielsalon. Die Installationen lösten Fragen, Kommentare, Verwunderung und Diskussionen aus.

In der Ausstellung spielte der Kampfhund, der in den 1990er Jahren auf deutsch-deutschen Bürgersteigen allgegenwärtig, war eine besondere Rolle. Er trat bei der Aktion mehrfach auf, echt, gemalt oder in plastischer Form, und wirkte wie das Wahrzeichen einer speziellen, für die Zeit typischen Mentalität und Lebensweise.

Erstmals wird nun Gerd Rohlings Intervention auf dem Berliner Flohmarkt der Wendezeit als künstlerische Arbeit in einem Museum gewürdigt und durch den Ausstellungskatalog vollständig dokumentiert und kunstwissenschaftlich kommentiert.