Geprägte Bilderwelten der Romanik

Staatliche Münzsammlung
20.4.2018-24.3.2019

Residenzstraße 1, Eingang Kapellenhof
80333 München

www.staatliche-muenzsammlung.de

Di-So 10-17 Uhr

Die Ro­ma­nik ent­fal­te­te ihre For­men­spra­che vom 11. zum 13. Jahr­hun­dert europa­weit in Male­rei, Skulp­tur und Archi­tektur. Wie konnten sich diese Bilder­welten in kurzer Zeit ver­breiten? Einen Hin­weis geben süd­deutsche und böh­mische Münzen.

Bild
Münzschatz von Obing
Geprägte Bilderwelten der Romanik :: Ausstellung
  • Mini-Map
Die Romanik entfaltete ihre Formensprache vom 11. zum 13. Jahrhundert europaweit in Malerei, Skulptur und Architektur. Wie konnten sich diese Bilderwelten in kurzer Zeit verbreiten? Einen Hinweis geben süddeutsche und böhmische Münzen, die damals einen tiefgreifenden Wandel durchliefen und eine neue Vielfalt hervorbrachten. Die Betrachter sahen auf den kleinen Silberprägungen biblische und mythische Geschichten, mit Tieren kämpfende Helden und sogar Himmelsbilder, zudem Herrscher in historischen Szenen, Architekturen von Städten und Kirchen.

Dass bei der Verbreitung der Bilder Münzen eine Rolle gespielt haben, ist bislang kaum bekannt. Wahrscheinlich hatten die romanischen Kleinkunstwerke, die fast jeder mit sich im Geldbeutel herumtrug, als Botschafter wie als Bildtypen aber eine wichtige Funktion als schnell in der Gesellschaft zu verbreitendes Medium. Unübersehbar sind die Parallelen zwischen romanischer Formsprache und Münzkunst.