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Staatsgalerie Stuttgart
Staatsgalerie Stuttgart

Geburtshaus Martin Luthers

Lutherstadt Eisleben

Person d. ZeitgeschichteLutherstadt Eisleben
Karte

Lutherstraße 15-1706295 Lutherstadt Eisleben

Fon (03475) 602285Fax (03475) 7147813

www.martinluther.degeburtshaus@martinluther.de

April bis Oktober:  tägl. 10-18 UhrNovember bis März:  Di-So 10-17 Uhr

Geburtshaus Martin Luthers

Die Stadt Eisleben erlebte dank des Kupferbergbaus im 15. und 16. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blüte. Davon angelockt zogen 1483 Hans Luder und Ehefrau Margaretha aus Thüringen nach Eisleben. Am 10. November 1483 wurde ihr Sohn Martin geboren und einen Tag später in der Kirche St. Petri und Pauli getauft. Eisleben war für die junge Familie eine Zwischenstation, wenige Monate nach der Geburt des Sohnes Martin zog Familie Luders weiter nach Mansfeld.
Nach dem Wegzug der Familie befand sich das Haus in den folgenden 200 Jahren in Privatbesitz. Bereits 1583 wurde Luthers Geburtshaus mit einer Gedenktafel gekennzeichnet, die ein bis heute erhaltenes ganzfiguriges Lutherbildnis zeigt. Im Jahr 1689 zerstörte ein Stadtbrand das Gebäude zu großen Teilen. Die Stadt Eisleben erwarb das Grundstück und errichtete darauf eine Luthergedenkstätte, die bis heute erhalten ist. Mit deren Eröffnung 1693 wurde im Geburtshaus im Sinne einer gelebten Lutherverehrung eine Armenschule für bedürftige Kinder eingerichtet, die bis zum 20. Jahrhundert Bestand hatte. Im Obergeschoss des Gebäudes entstand der so genannte Schöne Saal mit Porträts von Luther und Melanchthon sowie von den sächsischen Kurfürsten. Diese öffentliche Galerie macht das Geburtshaus zu einem der ersten Geschichtsmuseen im deutschsprachigen Raum. Die Ausstellung im Geburtshaus mit dem Titel „Von daher bin ich – Martin Luther und Eisleben“ begibt sich auf die Spuren der Familie Luther. Rund 250 Exponate erzählen von der Herkunft des Reformators, der Bergbautätigkeit des Vaters, der Frömmigkeit und Spiritualität des Mittelalters sowie von Luthers Taufe. Sie war das wichtigste Ereignis, das Luther mit Eisleben verband. Ein zentrales Exponat ist daher ein Taufstein aus dem Jahr 1518. Ebenfalls zu sehen sind die 1290 entstandenen Konsolsteine, die Nappian und Neucke darstellen. Der Legende nach waren die beiden die ersten Bergmänner im Mansfelder Land. Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung sind die Epitaphe vom Eisleber Stadtgottesacker. Die Gedächtnisbilder zeigen neben den Verstorbenen und deren Familien auch Szenen aus der Bibel mit Ansichten der Stadt Eisleben und der Umgebung im Hintergrund. Im Erdgeschoss des Geburtshauses ist die Wohnung der Familie nachempfunden. Die ausgestellten Möbel wurden nach historischen Vorbildern und mit Werkzeugen des Mittelalters nachgebaut.
 
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