Flachsen, spinnen, waafen

Bauernmuseum Bamberger Land
31.3.-3.11.2019

Hauptstraße 5
96158 Frensdorf

www.bauernmuseum-frensdorf.de

Ende März bis 31. Okt:
Di-Fr 14-17 Uhr
So+Ft 13-17 Uhr

Die Ver­arbei­tung von Flachs, Hanf und Wolle war lang­wierig und geschah meist gemein­schaft­lich. Dabei wurde erzählt und ge­sun­gen. Spindel, Spinn­rad, Faden und Garn spielten eine be­deut­same Rolle in Mythen, Märchen und Volks­glauben.

    Bild
    Flachsen, spinnen, waafen :: Ausstellung
    • Mini-Map
    Am Anfang ist der Faden: Bevor ein Hemd gewebt oder ein Strumpf gestrickt werden kann, muss erst ein langer Faden gesponnen werden. Dies war früher die monotone Winterarbeit der Mädchen und Frauen.

    Die Verarbeitung von Flachs, Hanf und Wolle war langwierig und geschah meist gemeinschaftlich. Dabei wurde erzählt und gesungen. Die Heiratschancen eines Mädchens hingen auch von ihrer Leistung als Spinnerin ab, denn aus dem Garn wurde die Aussteuerwäsche gewebt.

    Schön verzierte Spinnräder und Weifen, gefertigt vom Drechsler, waren häufig Liebesgaben. Spindel, Spinnrad, Faden und Garn spielten eine bedeutsame Rolle in Mythen, Märchen und Volksglauben. Bis heute verwenden wir zahlreiche Begriffe aus der textilen Arbeit in unserer Sprache, etwa den Geduldsfaden oder den Threat bei online-Diskussionen.

    Die Ausstellung stellt die wichtigsten Faserpflanzen vor und zeigt den Weg der Bearbeitung zusammen mit den historischen Werkzeugen bis hin zu den fertigen Produkten auf. Fühl- und Hörstationen und Filmbeiträge erschließen weitere Facetten des spannenden Themas. Im Sommer wachsen und blühen im Museumsgarten Faser- und Färbepflanzen.