Aufgrund des überwältigenden Zuspruchs von rund 18.500 Besuchern wird die Ausstellung „Extrem süß! gemalt, gehäkelt, gegossen“ in der Jungen Kunsthalle bis zum 12. August 2012 verlängert. Da vier, zum Teil großformatige Werke nach Ablauf der regulären Ausstellungszeit am 1. April nicht mehr zur Verfügung stehen, erhält die Ausstellung durch fünfzehn Neuzugänge u.a. von Thomas Baumgär-tel, Anke Eilergerhard und Moritz Götze ein anderes Gesicht.
Anregungen finden die Kinder in der Ausstellung. Die dargestellten Speisen rufen Erinnerungen an lustvolle Erfahrungen wach und sind doch nur Illusion: Eine vor Sahne strotzende Torte auf dem Bild von Ralph Fleck, Gebäck unterschiedlichster Art im Werk von Sybille Kroos oder die gut gefüllte Ku-chenvitrine einer Konditorei, dargestellt von Andreas Orosz. Moritz Götze erzählt mit seinen Bildern auf seinen drei emaillierten „Linzer-Torten“ Geschichten, die ihm der Alltag zugetragen hat. Ulrik Happy Dannenberg und Anke Eilergerhard fühlen sich durch die Form und Farbe des bunten Colorado-Konfekts zu neuen Darstellungstechniken animiert und Thomas Baumgärtel legt mit seinen Sprühbil-dern nahe, dass Kaugummi auch in der Geschmacksrichtung „Banane“ ein echter Renner sein könnte.
Die Arbeiten verdanken ihren ästhetischen Reiz aber nicht nur den kräftigen Farben und ihrer appetit-lichen Aufmachung. Ähnlich wie Künstler der Pop-Art in den 1960er und 1970er Jahren setzen sich auch die Künstler der Ausstellung mit Objekten aus der Alltagswelt auseinander. Es sind gerade die ungewöhnlichen künstlerischen Umsetzungen der Motive, die überraschen: Indem die Süßigkeiten überdimensioniert, täuschend echt oder betont verfremdet dargestellt sind, verschiebt und hinterfragt diese Kunst unsere Wahrnehmung der bekannten Dinge.
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