Eva Besnyö - Photographin

Budapest, Berlin, Amsterdam

Paula Modersohn-Becker Museum
20.1.-22.4.2019

Böttcherstraße 6-10
28195 Bremen

www.museen-boettchers...ersohn-becker-museum/

Di-So 11-18 Uhr

Die unga­rische Photo­graphin war eine be­gna­dete Künst­lerin und poli­tisch enga­gierte Zeit­ge­nossin. Ihr photo­gra­phi­sches Werk ist geprägt vom Auf­bruch der Künste in die Moderne.

Bild
Eva Besnyö, Junge mit dem Cello, Balaton, Ungarn, 1931, Silbergelatine
Eva Besnyö - Photographin :: Ausstellung
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Die ungarische Photographin war eine begnadete Künstlerin und politisch engagierte Zeitgenossin: Bevor sie im Berlin der frühen 1930er-Jahre die Ästhetik der modernen Photographie für sich entdeckte, erlernte sie ihr Handwerk im Budapester Atelier von József Pésci. 1932 flüchtete sie als Jüdin vor der drohenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten von Berlin nach Amsterdam, wo sie das Ansehen einer Meisterphotographin erlangte und ihr – nach dem Überleben im Versteck – in den 1950er-Jahren der berufliche Neustart gelang.

Ihr photographisches Werk ist geprägt vom Aufbruch der Künste in die Moderne – vom Neuen Sehen und der Neuen Sachlichkeit. Zwischen die­sen beiden Positionen entwickelte die Künstlerin eine eigene poetisch-experimentelle Bildsprache, die Zeit ihres Lebens Basis für ihr Œuvre blieb. Bis heute haben ihre Aufnahmen nichts an Modernität und Strahl­kraft verloren.

Die Ausstellung zeigt überwiegend Originalabzüge aus dem Nachlass der Künstlerin, die sämtliche Stationen ihres Lebens re­präsentieren: von den frühen, durch Renger-Patzsch oder Moholy-Nagy inspirierten Detail-Aufnahmen aus Budapest über die experimentellen Berliner Straßenszenen um 1930, die vortrefflichen Porträt- und Architek­turphotographien bis hin zur Dokumentation der Frauenbewegung in den Niederlanden der 1970er-Jahre.