Europa und das Meer

Deutsches Historisches Museum
13.6.2018-6.1.2019

Unter den Linden 3
10117 Berlin

www.dhm.de
www.dhm.de/ausstellun...opa-und-das-meer.html

tägl. 10-18 Uhr

Europa wurde vom Meer aus er­schlos­sen. See­leute, Kauf­leute und Wissen­schaftler durch­kreuz­ten nicht ein­fach die euro­päi­schen Küsten­ge­wässer. Vielmehr trugen ihre Er­fah­run­gen und das von ihnen er­wor­bene Wissen seit der Antike dazu bei, das Meer zu ent­mythi­sieren und besser zu ver­stehen.

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Europa und das Meer :: Ausstellung
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Europa wurde vom Meer aus erschlossen. Seeleute, Kaufleute und Wissenschaftler durchkreuzten nicht einfach die europäischen Küstengewässer. Vielmehr trugen ihre Erfahrungen und das von ihnen erworbene Wissen seit der Antike dazu bei, das Meer zu entmythisieren und besser zu verstehen. Durch sie traten Völker in Kontakt miteinander, und es entstand ein umfassender Kulturaustausch.

Am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit erweiterte sich die Perspektive auf die ganze Welt. Europäer bereisten, vermaßen und kartierten den Globus und überzogen ihn mit einem europäischen Normensystem, das noch heute in vielfältiger Weise wirksam ist. Die Welt diente ihnen aber auch als Spiegel, vor dem sie sich neu definierten und weiterentwickelten, mit Auswirkungen auch auf die überseeischen Zivilisationen. Heute werden etwa 90% der Welthandelsgüter über das Meer transportiert. Der Wohlstand Europas ist fest an die Freiheit der Meere geknüpft. Und nachdem der Mensch lange allzu sorglos mit dem Meer als Ökosystem umgegangen ist, beginnt die Erkenntnis zu reifen, dass unser aller Zukunft vom Meer abhängt.

Die Ausstellung soll erstmals umfassend und in epochenübergreifendem Rahmen zeigen, welche Bedeutung das Meer für die Entwicklung der europäischen Zivilisation und das Zusammenwachsen Europas besitzt. Beleuchtet werden dabei verschiedenste Themenkomplexe, die vom Mythos über Schiffbau und Seefahrt, Krieg über See, Entdeckungen, Kulturtransfer, Sklaverei, Migration, Handel, Ressourcen und Umwelt, Forschung und Wissen bis zu transkulturellen Begegnungen und Tourismus reichen.