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Ernst-Moritz-Arndt-Haus und Schumannhaus

Bonn

Biographisches MuseumBonn

Ernst-Moritz-Arndt-Haus und Schumannhaus

Eine besondere Rolle auch im Bonner Stadtbild spielt das zum StadtMuseum Bonn gehörende Ernst-Moritz-Arndt-Haus. Es wurde im Auftrag Arndts erbaut und diente ihm nach Fertigstellung 1819 bis zu seinem Tod 1860 über viele Jahrzehnte auch als Wohnsitz. Gleichzeitig darf sich das Arndthaus des Vorzugs rühmen, die erste Bonner Rheinvilla zu sein, außerdem ist das Haus auch das einzige verbliebene Professorenwohnhaus aus den Anfängen der 1818 gegründeten Preußischen Rheinuniversität, an die der aus Rügen gebürtige Ernst Moritz Arndt, der als wortmächtiger Streiter gegen Napoleon deutschlandweit große Popularität genoss, als Historiker berufen worden ist. Haus und Grundstück kamen nach dem Tod Arndts über eine Stiftung an die Stadt Bonn mit der Auflage der Unverkäuflichkeit und dem Gebot ausschließlicher kultureller Nutzung. Heute ist das Haus mit dem vorgelagerten und der Öffentlichkeit zugänglichen großen Rosengarten und der rückseitigen Hanglage zum Rhein Standort vieler Veranstaltungen und regelmäßiger Ausstellungen des StadtMuseum Bonn zu kulturhistorischen Themen (bevorzugt zum Rhein und der Rheinromantik) und mit Bonn verbundenen Persönlichkeiten insbesondere des 19. Jahrhunderts, etwa zu Heinrich Heine, zur Rheingräfin Sibylle Mertens-Schaaffhausen, Annette von Droste-Hülshoff, Johanna Kinkel, zur Professorenfamilie Brandis, zu Felix Mendelssohn Bartholdy und natürlich immer wieder zu Robert Schumann. Ein Raum im Erdgeschoss ist der Erinnerung an Ernst Moritz Arndt gewidmet – mit Möbeln aus seinem Nachlass und einigen bedeutenden zeitgenössischen Porträts. Im Obergeschoß ist der Salon mit frühem Biedermeiermobiliar aus der Bauzeit des Hauses eingerichtet, von Arndt selbst stammt in diesem Raum der hohe Lehnstuhl mit Lederbezug, ein Geschenk des russischen Zaren Alexander an Arndt.

Das Schumannhaus trägt seinen Namen in Erinnerung an den großen, auf dem Alten Friedhof in Bonn beerdigten Komponisten Robert Schumann (vgl. www.schumannportal.de). Das im Krieg stark zerstörte Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das wenige Jahrzehnte vor Schumanns Einlieferung vom Landhaus einer angesehenen Bonner Familie in eine private Nervenklinik umgebaut wurde, ist das Domizil der städtischen Musikbibliothek. Im oberen Stockwerk grenzt der Lesesaal der Bibliothek, seit vielen Jahren auch als Kammermusiksaal genutzt, an zwei kleine Räume, in denen Schumann seit seiner Einlieferung im Frühjahr 1854 bis zu seinem Tod am 29. Juli 1856 gelebt hat. Diese beiden Zimmer, vom StadtMuseum Bonn in Kooperation mit der Leiterin der Musikbibliothek „museal“ betreut, wurden 2009 mit Blick auf den 200. Geburtstag von Robert Schumann 2010 umgestaltet. Das Schumannhaus steht auch im Zentrum der Aktivitäten des 1982 gegründeten Vereins Schumannhaus und der Veranstaltungen des 1998 ins Leben gerufenen und zum Blühen gebrachten Bonner Schumannfestes.
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