Ekstase

Kunstmuseum Stuttgart
29.9.2018-24.2.2019

Kleiner Schlossplatz 1
70173 Stuttgart

www.kunstmuseum-stuttgart.de

Di, Do, Sa-So 10-18 Uhr
Mi, Fr 10-21 Uhr

Anhand para­dig­mati­scher Bei­spiele von der Antike bis in die Gegen­wart be­leuchtet die Aus­stellung die unter­schied­lichen spiri­tuellen, politi­schen, psycho­logi­schen, sozialen, sexuellen und ästhe­tischen Implika­tionen von Euphorie- und Rausch­zuständen zwischen Askese und Exzess.

Bacchanten
Lovis Corinth, Heimkehrende Bacchanten, 1898, Öl auf Leinwand
Die Bacchantin
Gustave Vanaise, Die Bacchantin, 1902, Öl auf Leinwand
The Triumph of Pan
Eleanor Antin, The Triumph of Pan (after Poussin), 2004 C-Print
Entzücktes Weib
Ferdinand Hodler Entzücktes Weib, 1911, Öl auf Leinwand
Ekstase :: Ausstellung
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Ekstase ist eines der ältesten und zugleich erstaunlichsten Phänomene europäischer wie außereuropäischer Kulturen. Ursprünglich im rituell-religiösen Kontext geprägt, wurde die ekstatische Grenzerfahrung begrifflich erstmals in der Antike erfasst. Seither ist sie ein fester Bestandteil westlicher Gesellschaftstheorien. Dabei veränderte und erweiterte sich die Definition und Bewertung kontinuierlich.

Während die Ekstase gerade in indigenen Kulturräumen vornehmlich positiv konnotiert ist und im Rahmen ritueller Handlungen gelebt wird, wurde und wird sie in den von Industrialisierung, Kapitalismus und Globalisierung dominierten Gesellschaften heute oft als etwas Bedrohliches wahrgenommen.

In ihrer kulturellen Bedeutung und Vielschichtigkeit nahm die Ekstase auch Einzug in die Bildenden Künste und geht dabei außergewöhnliche Verbindungen mit den benachbarten Disziplinen Musik und Tanz ein.

Anhand paradigmatischer Beispiele von der Antike bis in die Gegenwart beleuchtet die Ausstellung die unterschiedlichen spirituellen, politischen, psychologischen, sozialen, sexuellen und ästhetischen Implikationen von Euphorie- und Rauschzuständen zwischen Askese und Exzess.