Egon Schiele. Freiheit des Ich

Museum Georg Schäfer
14.10.2018-6.1.2019

Brückenstraße 20
97421 Schweinfurt

www.museumgeorgschaefer.de

Di-Mi, Fr-So+Ft 10-17 Uhr
Do 10-21 Uhr

Die Aus­stel­lung im Ge­denk­jahr 2018 zeigt Meister­werke Egon Schieles aus dem Leo­pold Museum in Wien. Der ausge­wählte Werk­komplex wird zum ersten Mal in Deutsch­land aus­ge­stellt.

Selbstakt
Egon Schiele, Selbstakt mit gespreizten Fingern, 1911, Bleistift, Aquarell, Gouache
Rückenakt
Egon Schiele, Sitzender weiblicher Rückenakt mit rotem Strumpfband, 1914
Selbstseher II
Egon Schiele, Selbstseher II (Tod und Mann), 1911, Öl auf Leinwand
Tote Mutter I
Egon Schiele, Tote Mutter I (Ausschnitt), 1910, Öl, Bleistift auf Holz
Lovis Corinth
Lovis Corinth, Selbstbildnis als Halbakt mit rotem Kopftuch, 1909, Öl auf Leinwand
Herbstbaum
Egon Schiele, Herbstbaum in bewegter Luft, 1912, Öl, weicher Bleistift auf Leinwand
Egon Schiele. Freiheit des Ich :: Ausstellung
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Egon Schiele (1890-1918) gehört ohne Zweifel neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den bekanntesten und faszinierendsten Künstlern Österreichs und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Dem nur 28 Jahre alt gewordenen Maler und Zeichner gelangen innerhalb kürzester Zeit die Ausbildung eines unverkennbaren Stils und die frühe Anerkennung über die Grenzen Österreichs hinaus. Er galt als Bürgerschreck und Provokateur, inszenierte sich als Märtyrer und leidenschaftlicher Kämpfer in einer Zeit, in der in Wien Aufbruchs- und Untergangsstimmung aufeinanderprallten.

Die Ausstellung in Schweinfurt widmet sich Schieles Werk unter den Aspekten Selbst- und Körperdarstellung, Gefühlswelt und Subjektivität. Schiele schuf mehr als 170 Selbstbildnisse, in denen er mit der Inszenierung des eigenen Körpers und Gesichts experimentierte – mithilfe von Spiegeln, grimassierend, in expressiven Gesten und unterschiedlichste Rollenbilder aufgreifend.

Aber nicht nur der eigenen Körper beschäftigte Schiele. Die menschliche Gestalt steht insgesamt im Mittelpunkt seiner Kunst. Extreme Posen, ungewöhnliche Perspektiven, eine oft rätselhafte Gestik, fragmentierte Körperteile und verstörende, zum Teil ins anatomisch unmögliche verfremdete Figuren dienen ihm zum Ausdruck innerer Bewegungen und Spannungen. Er wollte Neues entdecken, spielte aber durchaus auch mit der Provokation.

Die Ausstellung im Gedenkjahr 2018 zeigt Meisterwerke Egon Schieles aus dem Leopold Museum in Wien, das die weltweit umfangreichste und bedeutendste Sammlung des Künstlers beherbergt. Der ausgewählte Werkkomplex wird zum ersten Mal in Deutschland ausgestellt und tritt hier in Wechselwirkung mit der Sammlung des Museums.