Die tolle Knolle

Die Geschichte der Kartoffel

Fränkisches Hopfenmuseum
5.5.-27.10.2019

Kersbacher Straße 18
91233 Neunkirchen am Sand

www.heimat-geschichtsverein.de

Mai bis Okt:
So+Ft 13-16.30 Uhr

Noch zwei­hun­dert Jahre nach ihrer An­kunft in Europa waren Kar­toffeln fast aus­schließ­lich in den bota­ni­schen Gärten sowie in den Lust- und Zier­gärten der Fürsten­höfe zu finden. Fried­rich der Große schrieb den Bauern schließ­lich per Gesetz vor, auf einem Zehnt­el ihres Acker­landes Kar­toffeln anzu­bauen.

    Kartoffeln
    Maschine
    Werkzeug
    Die tolle Knolle :: Ausstellung
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    Während die Reichen im 18. Jahrhundert schlemmten, sollten die Armen doch wenigstens nicht verhungern, fand der Alte Fritz, und erließ den „Kartoffelbefehl”, mit dem er den einfachen Leuten die bislang ungeliebte Knolle schmackhaft machen wollte.

    Noch zweihundert Jahre nach ihrer Ankunft in Europa waren Kartoffeln fast ausschließlich in den botanischen Gärten sowie in den Lust- und Ziergärten der Fürstenhöfe zu finden. Mit den hübschen weißen, rosa oder lila Blüten schmückten die noblen Frauen ihre Haare. Essen wollte die Erdäpfel hingegen so gut wie niemand. Friedrich der Große schrieb den Bauern schließlich per Gesetz vor, auf einem Zehntel ihres Ackerlandes Kartoffeln anzubauen, um so die wiederkehrenden Hungersnöte im Land zu bekämpfen. Angeblich ließ er auch Kartoffeläcker von Soldaten bewachen und zwar nur, um die Landbevölkerung neugierig zu machen.

    Ende des 18. Jahrhunderts spielte der Erdapfel eine wichtige Rolle bei der Münchener Armenspeisung: Benjamin Thompson, ein Amerikaner, der in Bayern vom Kurfürsten zum Grafen Rumford geadelt wurde, kreierte 1795 eine stärkende Suppe, die noch heute als Rumfordsuppe bekannt ist.