Region KölnRömisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 450667 Köln
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Di-So 10-17 Uhr

Die Rückkehr der Götter
Die Mythen berichten vom mächtigen, Blitze schleudernden Zeus und seiner – durchaus zu Recht - eifersüchtigen Gemahlin Hera. Sie berichten von Poseidon, dem Gott des Meeres, und von Demeter, der Göttin der Fruchtbarkeit. Sie erzählen von den Zwillingen Apollon und Artemis, von Ares, dem Gott des Krieges, von Athena und Hephaistos, der schönen Aphrodite oder von Dionysos, dem Gott des Weines. Auf dem Olymp gab es Ehekrach, Spott und Zank unter den Geschwistern, geliebte und ungehorsame Kinder: Ihre unsterblichen Götter stellten sich die Griechen als eine Familie mit vielen menschlichen Zügen vor.
Als Wohnstätten wurden den Göttern monumentale Tempel errichtet. Priestern oblag die Pflege dieser Heiligtümer und die Ausübung der rituellen Handlungen zu Ehren der Gottheiten. Denn Religion und Kult bestimmte Leben und Alltag der Menschen in der Antike. Die Götter mit ihren spezifischen Eigenschaften waren jeweils für einen bestimmten Bereich in der Welt der Lebenden und der Toten zuständig. Als machtvolle Instanzen wurden sie von den Menschen in jeder nur denkbaren Situation ihres Daseins um Hilfe gebeten.
Ihre Gestalt erhielten die Götter aber durch die Bildkunst. Insbesondere im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. prägten griechische Künstler charakteristische Bildformen der Götter mit individuellen Merkmalen und Attributen. In ungezählten Bildergeschichten auf schwarz- und rotfigurigen Vasen werden die Unsterblichen so durch typische Ikonographie auch ohne Beischrift identifizierbar. Kunstfertige Bildhauer schufen überlebensgroße Kultbilder aus Holz, Gold und Elfenbein für die Heiligtümer, sie gestalteten Statuen aus Marmor und Bronze. Götterstatuetten wurden als Votivgaben in die Tempel gestiftet und fanden weithin Verbreitung.
Gleichwohl war das Bild, das sich die Griechen von ihren Göttern machten, nicht starr. An verschiedenen Orten gab es durchaus unterschiedliche Überlieferungen und Traditionen, Erzählungen mit sich widersprechenden Varianten und ständig Neuschöpfungen. Weder Mythen noch Götterbilder unterlagen einem fest gefügten Dogma. Künstler stellten sich auf spezielle Erfordernisse der Kulte ein, konkurrierten untereinander mit immer neuen Bildentwürfen oder bedienten die Wünsche ihrer Auftraggeber.
Vielfach übernahmen die Römer die griechische Götterwelt in ihre religiösen Vorstellungen. Aus Zeus wurde Jupiter, aus Demeter Ceres, aus Hermes Mercurius, um nur einige zu nennen. Auch Rom stattete seine Tempel mit Götterbildern aus. Aber große Götterstatuen aus Marmor und Metall schmückten auch Thermen und Gärten repräsentativer Villen der römischen Oberschicht.
Die olympischen Götter in ihrer charakteristischen Ikonographie, aber auch der Variantenreichtum griechischer Götterbilder und der Wandel in Auffassung und Darstellungen im Lauf der Jahrhunderte werden in der Ausstellung an den originalen Werken der Antikensammlung der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz aufgezeigt.
Ort und Dauer der Ausstellung:
- Römisch-Germanisches Museum, Köln13.1. bis 2.9.2012
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