Der naive Krieg

Schwedenspeicher-Museum
13.10.2018-20.1.2019

Wasser West 39
21682 Stade

www.schwedenspeicher.de

Di-Fr 10-17 Uhr
Sa-So 10-18 Uhr

Arbeiten von Sol­daten zeich­nen ein un­ver­fälsch­tes Bild des Krieges. Das Grauen ist am ehesten dann zu erfassen, wenn es ein mensch­liches Gesicht erhält, da­durch wird diese Aus­stellung zu einer un­mittel­baren Er­inne­rung und Mahnung.

    Bild
    Rudi Klemm, Sturmangriff, 1916
    Der naive Krieg :: Ausstellung
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    Was bleibt vom Krieg, wenn 100 Jahre vergangen sind? Der Erste Weltkrieg wurde in der jüngeren Vergangenheit aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.

    Die Doppelausstellung im Museum Schwedenspeicher und im Kunsthaus Stade versucht erstmals den Blick auf eine ganz besondere Gruppe von Zeitzeugnissen zu richten, denen bisher kaum Beachtung geschenkt wurde. Es handelt sich um persönliche Hinterlassenschaften von Soldaten, die sich in ganz unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen mit ihren Kriegserlebnissen auseinandersetzten. Diese Arbeiten zeichnen ein unverfälschtes Bild des Krieges, das teilweise naiv und kindlich anmutet, gleichzeitig aber eine Nähe zu den Erfahrungen der Betroffenen herstellt.

    Das Grauen ist am ehesten dann zu erfassen, wenn es ein menschliches Gesicht erhält, dadurch wird diese Ausstellung zu einer unmittelbaren Erinnerung und Mahnung.

    Der Sammler, Künstler und Kunstprofessor Georg Barber hat eine Erinnerungskultur aufgedeckt, die offenbar in eine Grauzone fiel. Sein suchender Blick beförderte Werke zutage, die zum größten Teil erst heute über die neuen Medien auffindbar sind. Viele Bereiche dieses bisher wenig betrachteten Genres werden in der Doppelausstellung einander gegenübergestellt.